Radsport-EM
Starke FSCL-Junioren: Mixed-Staffel wird Fünfte im Zeitfahren
Die luxemburgischen Juniorinnen und Junioren haben bei ihrer Premiere in der Mixed-Staffel eine ganz starke Leistung gezeigt. Bei der Europameisterschaft in Slowenien reichte es für die FSCL-Auswahl am Ende zu Platz fünf. Der Titel ging an Italien.
Die luxemburgische Junioren-Staffel durfte am Dienstag lange Zeit Platz auf dem sogenannten „Hot Seat“ nehmen Foto: FSCL/Hugo Barthélemy
Lange durften die fünf Luxemburger am Dienstag auf dem sogenannten „Hot Seat“ Platz nehmen. „Es war ein tolles Gefühl“, sagte Thijs Wilhelm König. „Das zeigt, wie stark wir sind.“ Den Anfang machten die Junioren Thibault Hansen, Thijs König und Maximilien Outlet, die ihre 22 Kilometer in 32:19 Minuten absolvierten. Auf der Strecke behinderten sich die Junioren allerdings teilweise gegenseitig. König hatte mechanische Probleme, nachdem ein Teamkollege ihm ins Rad gefahren war. „Das war ziemlich blöd. Das hat mich 40 Sekunden gekostet. Ich bin zwar wieder zurückgekommen, aber konnte nicht mehr viel beisteuern.“
Anschließend waren die Juniorinnen an der Reihe, die krankheitsbedingt erneut auf Amy Breuer verzichten mussten. Die luxemburgischen Juniorinnen erhielten eine Sondergenehmigung, um zu zweit starten zu dürfen – und was Elena Lopes und June Nothum zeigten, war außerordentlich gut. Die Gesamtzeit des luxemburgischen Teams stoppte bei 1:08:57 Stunden. Für die FSCL-Juniorinnen war es im Ranking der Juniorinnen die zweitschnellste Zeit. Nur die polnischen Juniorinnen waren schneller als Lopes und Nothum.
„Es war perfekt von uns“, sagte Lopes. „Wir haben uns das Rennen sehr gut eingeteilt. Das ganze Team ist sehr zufrieden.“ Damit durften die fünf Nachwuchsathleten zunächst auf dem „Hot Seat“ Platz nehmen. Und dort sollten sie auch eine ganze Weile bleiben.
Gelungene Premiere
Die Österreicherinnen kamen deutlich hinter Luxemburg ins Ziel. Anschließend konnten auch die Gastgeberinnen aus Slowenien und das ukrainische Team die Luxemburger nicht von der Spitzenposition verdrängen. Allein das war bereits ein Beleg für die starke Leistung der FSCL-Auswahl. Es war das erste Mal überhaupt, dass die FSCL bei den Junioren eine Mannschaft im Mixed-Zeitfahren stellte.
Nach langer Zeit auf dem „Hot Seat“ war dann allerdings Schluss, als die Italienerinnen die Ziellinie überquerten. Das italienische Team war 1:35 Minuten schneller als Luxemburg. Dahinter folgten die Polinnen auf Platz zwei, die 23 Sekunden hinter Italien ins Ziel kamen. Die Schweiz wurde mit 30 Sekunden Rückstand Dritte, dazwischen schoben sich noch die Deutschen auf Rang vier.
„Schade eigentlich, es ist nicht sehr weit zum Podium“, sagte König noch abschließend. „Elena (Lopes) und June (Nothum) waren mega. Ich glaube, dass wir ohne sie sicher nicht so weit vorne gelandet wären.“
Mit Platz fünf unter insgesamt elf Nationen kann die FSCL-Auswahl bei ihrer Premiere dennoch mehr als zufrieden sein.
Im Überblick
Radsport, Europameisterschaft: Mixed-Staffel der Junioren, Sencur - Sencur (44 km/11 Teilnehmer):
1. Italien in 1:07:22 Stunde, 2. Polen 0:23 Minuten zurück, 3. Schweiz 0:30, 4. Deutschland 0:47, 5. Luxemburg 1:35, 6. Ukraine 2:39