Enovos League
Sparta zieht erstmals seit 2012 in ein Meisterschaftsfinale ein
Die Sparta hat auch das zweite umkämpfte Duell in Düdelingen für sich entschieden und damit den Finaleinzug perfekt gemacht. Ausschlaggebend war erneut eine exzellente Verteidigungsleistung, während Jarvis Williams in der Schlussphase kaum zu stoppen war. Damit haben die Bartringer nun die Chance auf ihren ersten Meistertitel seit 2012.
Jarvis Williams führte die Sparta mit 37 Punkten ins Finale Foto: Fernand Konnen
Der Bartringer Yannick Verbeelen zeigte sich erleichtert über den langersehnten Finaleinzug, richtete den Blick aber bereits nach vorne: „Wir können uns jetzt ein paar Tage darüber freuen, dass wir es geschafft haben. Danach gilt es, den Fokus auf das Finale zu legen und wieder konzentriert weiterzuarbeiten.“
Seine Mannschaft konnte im zweiten Spiel wieder auf Center Victor Iwuakor zurückgreifen, der im ersten Duell die gesamte zweite Halbzeit verletzungsbedingt verpasst hatte. Der US-Spieler agierte zwar noch nicht mit seiner gewohnten Spritzigkeit, war aber erneut eine wichtige Stütze unter dem Korb.
Wie schon im ersten Aufeinandertreffen erwischte Düdelingen eine schwierige Anfangsphase. Fehlende Präzision, viele erzwungene Offensivaktionen und Ballverluste ermöglichten den Bartringern früh einen Vorsprung (7:16, 6’).
Zudem hatten die Hausherren Probleme mit der anfangs strengen Linie des Schiedsrichtertrios: Maurice Calloo musste nach vier Minuten mit zwei Fouls auf die Bank, Ivan Delgado sogar bereits nach 5:20 Minuten mit drei persönlichen Fouls.
Grundstein in der Defensive
Bis zur 15. Minute lieferten die Gäste mit einem omnipräsenten Jarvis Williams und einem erneut starken Yannick Verbeelen einen nahezu perfekten Auftritt ab, auch weil sie mannschaftlich defensiv hervorragend standen (21:34, 15’). Verbeelen sah trotz der späteren Aufholjagd der Düdelinger den Grundstein im starken Start: „Es war wichtig, früh in Führung zu gehen und das Spiel von vorne zu gestalten. Das nimmt Druck von uns und erhöht ihn beim Gegner, der unbedingt gewinnen muss.“
In der Folge fanden die Gastgeber besser in die Partie. Finn Reisdorffer wurde unter dem Korb besser in Szene gesetzt, wodurch Düdelingen zu einfacheren Punkten kam – nachdem zuvor vor allem aus der Halbdistanz viele Würfe liegen geblieben waren (30:34, 17’).
Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gäste ihre knappe Führung in einer zunehmend nervenaufreibenden Partie lange Zeit, ehe Jimmie Taylor – mit insgesamt 32 Punkten und einer makellosen Freiwurfquote seiner Farben (17/17) – den Hausherren erstmals die Führung bescherte (70:69, 37’).
Die Sparta ließ sich jedoch zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen und konnte sich einmal mehr auf einen entfesselt aufspielenden Jarvis Williams verlassen, der 14 seiner Punkte in der Schlussphase erzielte. Der US-Spieler traf trotz enger Bewachung aus allen Lagen und sorgte mit einem Dreier 1:40 Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung (70:78), ehe Max Logelin mit einem krachenden Dunk den Schlusspunkt setzte (70:82).
Yannick Verbeelen hob vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft hervor: „Wir haben in beiden Spielen sehr gut verteidigt, das war der Grundstein für unseren Erfolg. Uns war klar, dass wir Jimmie Taylor nicht komplett aus dem Spiel nehmen können. In der Schlussphase konnten wir uns dann aber auf Jarvis verlassen. Da wir defensiv sehr gut standen, haben wir es noch geschafft.“
Statistik
„T“-Bestnote: Jarvis Williams (Sparta Bartringen)
Viertel: 14:22, 21:18, 18:17, 17:25
Düdelingen: Taylor 32, Calloo 16, Reisdorffer 10, Grün 7, Jack 3, Delgado 2, Stephens 0, Agbodenou 0
Bartringen: Williams 37, Logelin 16, Verbeelen 15, Holsten 5, Stein 3, Iwuakor 3, Arendt 3, Germeaux 0
Schiedsrichter: Malané/Lampe/Richartz
Zuschauer: 630 zahlende
Im Überblick
Play-off-Halbfinale („best of three“):
1. Spiel:
Bartringen - Düdelingen 73:67
Ettelbrück - Steinsel 89:71
2. Spiel:
Düdelingen - Bartringen 70:82
Donnerstag, 30. April:
20.00: Steinsel - Ettelbrück
3. Spiel (falls nötig):
Sonntag, 3. Mai:
17.30: Ettelbrück - Steinsel