Olympia 2036

Sechs Rivalen für München

Nach Paris 2024 könnten die Olympischen Spiele 2036 in ein Nachbarland Luxemburgs zurückkehren. Deutschland bewirbt sich mit München als Austragungsort – und bekommt dabei Konkurrenz von sechs weiteren Bewerbern.

Deutschland kandidiert mit der Stadt München für 2036

Deutschland kandidiert mit der Stadt München für 2036 Foto: dpa/Sven Hoppe

Die Münchner Olympiabewerbung für die Sommerspiele 2036 konkurriert in der Auswahl des Internationalen Olympischen Komitees mit sechs Kandidaten aus Europa, Asien und Afrika. Am Dienstag nannte das IOC neben Deutschland die Länder Ungarn und die Türkei, Indien und Katar sowie Südkorea und Südafrika als offizielle Bewerber für die Spiele in zwölf Jahren. Alle befänden sich im „Continuous Dialogue“ mit dem IOC.

Weitere Interessenten haben nur noch wenige Tage Zeit, in das laufende Verfahren einzusteigen. Am 31. Oktober endet die Frist. Schon im November sollen sich die Bewerber virtuell der „Future Host Commission“ präsentieren. Im März 2027 reduziert das IOC den Kreis auf die Kandidaten, die in einen strategischen Dialog eintreten. Der anschließende gezielte Dialog mit einem oder mehreren Bewerbern ist für 2028 vorgesehen, die Entscheidung folgt auf der IOC-Session im Sommer 2029.

Welche Städte neben München im Rennen sind, teilte das IOC am Dienstag nicht mit. Als sichere Bewerber galten zuletzt Ahmedabad/Indien, Doha/Katar, Budapest/Ungarn und Istanbul/Türkei. Südafrika könnte mit Kapstadt oder Durban/Johannesburg antreten, Südkorea mit der Provinz Jeonbuk-do. München hatte sich in einer Wahl von Delegierten des Deutschen Olympischen Sportbundes gegen Köln/Rhein-Ruhr durchgesetzt. 1972 hatte die Stadt die bislang letzten Sommerspiele in Deutschland ausgerichtet.

„Athleten müssen im Mittelpunkt stehen“

Indien will mit einer erfolgreichen Bewerbung seinen Status als Großmacht unterstreichen, dementsprechend stark ist der politische Wille im bevölkerungsreichsten Land der Welt. Katar, Gastgeber der Fußball-WM 2022, wirbt mit der bestehenden Infrastruktur, die Türkei hatte sich bereits um die Sommerspiele 2020 vergeblich beworben. Zuletzt hatte das IOC von einer zweistelligen Zahl von Bewerbern gesprochen, auch Santiago de Chile oder Madrid galten als interessiert, fehlen aber nun auf der IOC-Liste.

„Ich hatte das Glück, an fünf Olympischen Spielen auf vier Kontinenten teilzunehmen. Jede Veranstaltung hatte ihren ganz eigenen Charakter“, sagte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, Schwimm-Olympiasiegerin von 2004 und 2008. „Jeder Gastgeber brachte durch seine Menschen, seine Kultur und die Art der Ausrichtung der Spiele eine ganz eigene Note ein. Doch ganz gleich, wo die Spiele stattfinden – eines darf sich niemals ändern: Die Athleten müssen im Mittelpunkt unseres gesamten Handelns stehen“, fügte Coventry hinzu.

Das IOC prüft die Konzepte der Bewerber anhand „technischer Faktoren“. Dazu zählen ein Masterplan für Wettkampfstätten und das Erlebnis der Athleten, die Finanzierungsstrategie, die politische und öffentliche Unterstützung, die Kompetenz zur Durchführung des Megaevents und eine Strategie zur Nachhaltigkeit in den gastgebenden Regionen.

Der Deutsche Olympische Sportbund hat seine Bewerbung für die Jahre 2036, 2040 und 2044 konzipiert. Allerdings dürfte die Konkurrenz nicht kleiner werden: „Etliche Nationale Olympische Komitees“ würden „unverbindliche Gespräche mit dem IOC über die Ausrichtung künftiger Olympischer Spiele nach 2036“ führen, hieß es in der Mitteilung am Dienstag.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Radsport-EM

Bronze für Luxemburg: Mixed-Staffel wird in Slowenien Dritte

Radsport-EM

Starke FSCL-Junioren: Mixed-Staffel wird Fünfte im Zeitfahren

AS Zolver

Davide Grün und sein Weg zurück zu den Wurzeln