Fußball
Schlussspurt in der BGL Ligue: Auf diese Spieler kommt es jetzt an
Sieben Spieltage vor dem Saisonende könnte es nicht spannender in der BGL Ligue sein. Im vorderen Pulk befinden sich fünf Mannschaften, die nur drei Punkte trennen. Im Kampf um den Meistertitel und die Europapokalplätze kommt es auch auf die Kaltschnäuzigkeit der Stürmer an.
Der gefährlichste Stürmer der Liga kommt aus Bissen: Roman Ferber (l.) Foto: Editpress/Gerry Schmit
FC Déifferdeng 03 (Platz 1, 49 Punkte): Der amtierende Meister konnte sich an den vergangenen Spieltagen nicht mehr auf die Treffsicherheit von Samir Hadji (zehn Saisontore) verlassen. Dreimal in Folge ging D03 nicht als Sieger vom Platz und hat die Konkurrenz jetzt im Nacken sitzen. Der 36-Jährige ist jedoch nicht der einzige Differdinger, der sich momentan vor dem Tor schwertut. Im Spitzenspiel gegen Mondorf am vergangenen Wochenende ließ D03 mehrere gute Gelegenheiten liegen und ging auch deshalb schlussendlich als Verlierer vom Platz. Hadjis Sturmkollege Boris Mfoumou zeigte in der Rückrunde einen deutlichen Aufwärtstrend und kam in acht Partien auf sechs Tore. Der ehemalige Chancentod ist effizienter geworden, aber noch lange kein Goalgetter. Mit Artur Abreu (8 Tore) und Andreas Buch (4) hat Trainer Yannick Kakoko weitere sehr gute Alternativen. Der Deutsche stand seit Dezember nie mehr als 30 Minuten auf dem Platz. Nur einmal durfte er länger ran: im Pokalspiel gegen Strassen, das er mit zwei Treffern mitentschied.
Das Restprogramm
12.4.: Swift (A)
19.4.: Rosport (H)
22.4.: Racing (H)
26.4.: Petingen (A)
3.5.: Strassen (H)
10.5.: Niederkorn (A)
17.5.: Käerjeng (H)
23.5.: Bissen (A)
US Mondorf (Platz 2, 48 Punkte): Die Überraschungsmannschaft der Rückrunde (21 von 24 möglichen Punkten) kommt auch ohne Zielstürmer sehr gut über die Runden. Treffsicherster Spieler ist ausgerechnet Loris Tinelli, der eigentlich offensiver Mittelfeldspieler ist, aber im System von Trainer Jérémy Deichelbohrer als Stürmer aufläuft, der oft die Position mit seinen Mitspielern wechselt. Einziger richtiger Mittelstürmer bei der USM ist Riese Jean-Paul Kumbi (2,02 Meter), der meist als Joker eingesetzt wird. Mit Lilian Fournier (8 Tore) gehört auch ein eigentlicher Flügelspieler zu den besten Angreifern des Emporkömmlings. Mondorf setzt auf Variabilität und dieses Rezept geht bisher auf.
Das Restprogramm
12.4.: Jeunesse (H)
19.4.: F91 (A)
26.4.: Hostert (H)
3.5.: Swift (H)
10.5.: Rosport (A)
17.5.: Petingen (H)
23.5.: Strassen (A)
F91 Düdelingen (Platz 3, 47 Punkte): Auch Düdelingen muss die Last des Toreschießens auf viele Schultern verteilen, weil kein Toptorjäger vorhanden ist. Dieses Konzept ging vor allem zuletzt sehr gut auf, da der F91 unter Trainer Claudio Lombardelli nur noch sehr wenige Tore kassiert. An den vergangenen fünf Spieltagen gewann Düdelingen viermal mit dem knappsten Ergebnis und holte in dieser Phase 13 Punkte. Dreimal erzielte Agostinho Azevedo das wichtige 1:0. Der Stürmer aus Guinea-Bissau, der im Sommer aus Portugal in die „Forge du Sud“ wechselte, ist mit elf Toren der beste Angreifer des F91. Auffallend ist, dass die beiden Schienenspieler Kino Delorge (5) und Mehdi Kirch (3) zusammen bereits acht Tore auf dem Konto haben.
Das Restprogramm
12.4.: Hostert (H)
19.4.: Mondorf (H)
26.4.: Swift (A)
3.5.: Rosport (H)
10.5.: Petingen (A)
17.5.: Strassen (H)
23.5.: Niederkorn (A)
Atert Bissen (Platz 4, 46 Punkte): Der überraschende Aufsteiger kann derzeit auf den besten Stürmer der Liga setzen. Roman Ferber erzielte seit seiner Ankunft in Luxemburg Ende August 14 Treffer in 16 Spielen und lieferte dazu noch acht Vorlagen. Der großgewachsene Belgier, der am liebsten als hängende Spitze agiert, ist einer der wenigen wahren Unterschiedsspieler in der BGL Ligue. Nach einer kleinen Verletzungspause fand Ferber seinen Rhythmus schnell wieder und erzielte fünf Tore an den vergangenen drei Spieltagen. Seine Sturmkollegen Khalid Abi Ramzi (10 Tore) und Adriel Guimarães (7) sind indes nicht mehr so erfolgreich wie noch in der Hinrunde. Beide erzielten seit dem Rückrundenauftakt nur ein Tor. Will Bissen im Schlussspurt mithalten, braucht Ferber noch mehr Unterstützung.
Das Restprogramm
12.4.: Käerjeng (A)
19.4.: Hostert (A)
22.4.: Niederkorn (H, Pokal)
26.4.: Mamer (H)
3.5.: RFCUL (A)
10.5.: Rodange (H)
17.5.: Canach (A)
23.5.: D03 (H)
UNA Strassen (Platz 5, 46 Punkte): Strassen hat das heftigste Restprogramm der Spitzenmannschaften, An den letzten vier Spieltagen bekommt es die UNA mit den aktuellen Top drei zu tun. Trainer Stefano Bensi hofft, dass Stürmer Matheus Souza (13 Saisontore) bis dahin wieder fit ist. Der Brasilianer plagt sich mit einem Infekt herum und hat seit einem Monat kein Spiel mehr bestritten. Aktuell ist nicht bekannt, wie lange er noch ausfallen wird. Sein Sturmpartner Nicolas Perez (13 Tore) läuft derzeit seiner Form hinterher. An den vergangenen fünf Spieltagen traf er nur einmal ins Schwarze. Backup Benjamin Romeyns ist zwar ein Kämpfer und ständiger Unruheherd, muss jedoch noch beweisen, dass er ein treffsicherer Stürmer sein kann.
Das Restprogramm
12.4.: Racing (H)
19.4.: Rodange (A)
26.4.: Canach (H)
3.5.: D03 (A)
10.5.: Jeunesse (H)
17.5.: F91 (A)
23.5.: Mondorf (H)