Radsport
Protest, Drama und ein verweigerter Handschlag: Kluckers bleibt Landesmeister
Arthur Kluckers (Tudor) hat seinen Landesmeistertitel im Straßenrennen erfolgreich verteidigt. Für reichlich Gesprächsstoff sorgte allerdings der Zielsprint des 26-Jährigen. Mathieu Kockelmann (Lotto-Intermarché), der als Zweiter ins Ziel kam, legte Protest ein. Mehr als eine Stunde berieten die Rennkommissäre über den Sprint, ehe die endgültige Entscheidung feststand.
Arthur Kluckers (r.) fuhr laut Mathieu Kockelmann (l.) einen „unfairen“ Sprint Foto: Gerry Schmit
Über 80 Minuten mussten nicht nur die zahlreichen Zuschauer vor dem Podium in Mamer, sondern auch die Sportler auf das Urteil der Rennjury warten. Arthur Kluckers (Tudor) hatte den Zielstrich um 18.16 Uhr zwar als klarer Sieger überquert, doch Mathieu Kockelmann (Lotto-Intermarché) legte Protest ein: Seiner Ansicht nach hatte Kluckers im Sprint seine Linie verlassen und ihm dadurch den Weg versperrt.
Kurz vor 19 Uhr wurde Kluckers ins Büro der Rennjury gebeten, wenige Minuten später folgte Kockelmann. Beide Profis schilderten ihre Sicht des Vorfalls, ehe die Jury – ohne professionelle TV-Bilder als Hilfsmittel – ihr Urteil fällen musste. Es herrschte Ungewissheit und vor allem lange Zeit Spannung in Mamer. Während die Radsportler miteinander diskutierten, wussten auch die Verantwortlichen nicht genau, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Um 19.34 Uhr sprach Ed Buchette, Präsident des organisierenden VC Mamerdall, dann ins Mikrofon: „Entscheidungen zu treffen ist eben nicht immer einfach.“