Fechten

Premiere für Luxemburg: Flavio Giannotte und Niklas Prinz glänzen beim Weltcup in Vancouver

Nach einer komplizierten Anreise hatten Flavio Giannotte und Niklas Prinz das Weltcup-Turnier in Kanada nicht unter den besten Voraussetzungen in Angriff genommen. Das Turnier sollte für beide jedoch einen optimalen Verlauf nehmen.

Freut sich über Platz 13 beim Weltcup in Vancouver: Flavio Giannotte

Freut sich über Platz 13 beim Weltcup in Vancouver: Flavio Giannotte Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

In seiner Gruppe gelang es Giannotte, seine sechs Gefechte allesamt zu gewinnen und sich damit, unter 246 Degenspezialisten, direkt für die Hauptrunde der besten 64 zu qualifizieren. Konnte man dem mehrfachen Landesmeister, der sich in der Weltrangliste unter den Top 100 befindet, einen solch perfekten Turnierstart zutrauen, schien dies für seinen Teamkollegen ein Ding der Unmöglichkeit. Aber genau dieses Kunststück gelang dem 22-jährigen Prinz. Der Nachwuchsathlet des Cercle Escrime Sud, der im internationalen Ranking mehr als 300 Positionen hinter Giannotte eingestuft ist, bezwang in der Qualifikation u.a. den Bulgaren Yordan Galabov (FIE 72) sowie Mateusz Antkiewicz (FIE 35) aus Polen. In der Direktausscheidung musste er sich dann dem Japaner Kou Nakajima mit 6:13 geschlagen geben und beendete das Turnier auf dem hervorragenden 44. Platz.

Nicht zu bremsen war Giannotte, der in der Direktausscheidung zunächst den Italiener Giacomo Paolini mit 15:6 besiegte. Anschließend schaltete der 28-jährige dessen Landsmann und Ranglistenneunten Federico Vismara mit 15:13 aus. Mit dem Franzosen Alexandre Bardenet (FIE 7) stand ihm in Achtelfinale der nächste Gegner der absoluten Weltklasse gegenüber. Nach einem spannenden Duell auf Augenhöhe musste sich der Luxemburger am Ende mit dem knappst möglichen Ergebnis vom späteren Turnierdritten geschlagen geben (14:15). „Schade, dass ich gegen Bardenet, trotz einer 14:13-Führung, noch verloren habe. Es ist bereits zum zweiten Mal in dieser Saison, dass ich die Top 8 nur um einen Treffer verpasst habe“, so Giannotte, der in der Endabrechnung den exzellenten 13. Platz belegte und sich damit in der Weltrangliste auf Rang 53 verbessert. „Wir haben Top-Leistungen abgeliefert. Ein solches Ergebnis von zwei FLE-Fechtern bei einem Weltcup mit zwei 6:0-Bilanzen ist eine Premiere für den luxemburgischen Fechtsport und wird so wahrscheinlich nie mehr vorkommen“, resümierte der hauptberufliche Sportlehrer den gelungenen Auftritt in Kanada.

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