Tour de France
Platzt die Blase? Mannschaften mussten sich am Ruhetag Coronatests unterziehen
Es ist ein Ruhetag der besonderen Art: Während sich die Radsportler zumindest körperlich erholen, herrscht bei vielen Beteiligten Spannung aufgrund der Coronatests. Am gestrigen Montag wurden über 600 Tests durchgeführt, die Ergebnisse werden spätestens vor dem Start der 10. Etappe am heutigen Dienstag erwartet.
Auf den Etappen in den Pyrenäen wurde häufiger sichtbar, dass sich nicht alle Zuschauer an die Maskenpflicht halten. Im Bild der Sieger der 8. Etappe, Nans Peters (Ag2r La Mondiale) Foto: Anne-Christine Poujoulat/ AFP
Gegen 23 Uhr kam der einzige luxemburgische Starter bei der diesjährigen Tour de France, Bob Jungels (Deceuninck-Quick Step), am Sonntagabend im Hotel an. Eigentlich war der Plan, von Laruns aus mit dem Flugzeug in Richtung des Mannschaftshotels zu fliegen, da die Mannschaften aber in ihrer „Blase“ bleiben müssen, trat der belgische Radrennstall die 360 Kilometer im Bus an. Der gestrige Ruhetag stand dann ganz im Zeichen der Coronatests. Alle Mannschaftsmitglieder, die bei der Tour in diesem Jahr anwesend sind, müssen zum Test antreten – insgesamt wurden gestern über 600 Tests gemacht, die Resultate werden am heutigen Morgen veröffentlicht. Die Regelung sieht vor, dass bei zwei positiven Corona-Fällen innerhalb einer Mannschaft in einem Zeitraum von sieben Tagen der ganze Rennstall auszuschließen ist. Eine gute Sache, wenn die Kontrollen denn zuverlässig sind. Das sorgt nicht nur bei den 22 Teams, die am Start sind, für Anspannung, sondern auch bei den Organisatoren, die auf einen weitestgehend coronafreien Verlauf der Grande Boucle hoffen. Das Letzte, auf das sie hoffen, ist, dass das größte Radrennen der Welt nicht in den Bergen, sondern im Labor entschieden wird.