Massensturz kurz vor dem Ziel
Paul Magnier gewinnt chaotischen Giro-Auftakt
Paul Magnier siegt beim Giro-Auftakt in Burgas und übernimmt das Rosa Trikot. Was das für die Gesamtwertung und die Favoriten bedeutet.
Der französische Fahrer Paul Magnier vom Team Soudal Quick-Step jubelt, als er die Ziellinie überquert und die erste Etappe des Giro d’Italia 2026 gewinnt Foto: Massimo Paolone/LaPresse/AP/dpa
Paul Magnier hat das chaotische Finale der Auftaktetappe des Giro d’Italia für sich entschieden. Nach einem Massensturz im Feld etwa 650 Meter vor dem Ziel gewann der Franzose den Sprint einer elfköpfigen Gruppe im bulgarischen Burgas. Pascal Ackermann belegte nach 147 Kilometern Platz sieben, Maximilian Walscheid wurde Neunter.
Da der Sturz, der unter anderem Etappenfavorit Dylan Groenewegen stoppte, innerhalb der letzten drei Kilometer erfolgte, hat er keine Auswirkungen auf die Gesamtwertung. Alle im Hauptfeld befindlichen Fahrer werden mit derselben Zeit gewertet.
Magnier führt nach seinem Triumph auch die Gesamtwertung an und trägt das Rosa Trikot. Favorit auf den Gesamtsieg ist der Däne Jonas Vingegaard. Der 29-Jährige hielt sich im Hauptfeld aus allen Gefahrensituationen heraus, kam nach ersten Eindrücken auch beim Massensturz nicht zu Fall.
Bulgarien-Trilogie
Die Italien-Rundfahrt startet erstmals in Bulgarien. Die Auftaktetappe am Schwarzen Meer von Nessebar nach Burgas bildete den Auftakt einer Trilogie, die am Sonntag in Sofia endet.
Am Samstag geht es deutlich anspruchsvoller von Burgas nach Veliko Tarnovo. Auf den 221 Kilometern sind drei Bergwertungen zu bewältigen, zudem beinhalten die letzten drei Kilometer zwei Kopfsteinpflasterabschnitte und eine neunprozentige Steigung. Nach einem Ruhetag wird der Giro am Dienstag in Italien fortgesetzt.