Radsport-Landesmeisterschaft

Para-Cycling: Luxemburg kürt erstmals Landesmeister

Bei ihrer Premiere bei den Radsport-Landesmeisterschaften haben die luxemburgischen Para-Cycler ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Trotz drückender Hitze standen im Ziel nicht die Strapazen im Vordergrund, sondern Freude, Stolz und der Blick auf die nächsten internationalen Herausforderungen.

Amsal Redzepovic fährt erstmals bei den Radsport-Landesmeisterschaften am Donnerstag mit

Amsal Redzepovic fuhr am Donnerstag zum ersten Mal bei den Radsport-Landesmeisterschaften mit Foto: Editpress/Julien Garroy

Paul Kremer machte am Donnerstag in Mamer den Auftakt. Für die Handbiker war bereits die Startrampe eine kleine Herausforderung, weil ihr tief liegendes Sportgerät den Boden touchierte. Der Wiltzer zog nach seinem ersten Auftritt in Luxemburg ein positives Fazit. „Bis zur Hälfte der Strecke geht es viel bergauf und bergab, dies ist anstrengend für uns Handbiker. Ab da ist es einfacher, ein konstantes Tempo zu halten. Ich hatte immer meine Wattzahlen im Blick und konnte, bis auf die letzten fünf Minuten des Rennens, das umsetzen, was vorab mit meinem Trainer abgesprochen war. Carlos (Neves) hat mich schon früh im Anstieg überholt. Er ist einfach stark. Ich brauche mich jedoch nicht zu schämen. Es hat nur Spaß gemacht.“

Der erfahrene Carlos Neves, eine Minute nach Kremer gestartet, schlug vom ersten Meter an ein hohes Tempo an und absolvierte die 10,6 Kilometer in 19:27 Minuten, immerhin ein Schnitt von mehr als 31 km/h. Trotz seines deutlichen Vorsprungs auf Kremer (25:36) blieb der gebürtige Portugiese, der seit diesem Jahr den luxemburgischen Pass besitzt, gewohnt bescheiden. „Es war ein schönes Rennen. Ich bin mit dem Resultat zufrieden. Jetzt gilt es, weiterzuarbeiten für die nächsten internationalen Auftritte.“

Porträt von Carlos Neves, professioneller Experte für digitale Transformation und Innovation

Carlos Neves Foto: Editpress/Julien Garroy

Für Neves hatte der Erfolg einen besonderen Stellenwert. Mehrfach hatte er versucht, portugiesischer Meister zu werden, war aber stets auf Rang zwei gelandet. In Luxemburg klappte es nun auf Anhieb mit dem rot-weiß-blauen Landesmeistertrikot.

Ein besonderer Moment

Auch Amsal Redzepovic erlebte einen besonderen Tag. Nach seinem rezenten Weltcuperfolg ging der in Wiltz lizenzierte Fahrer mit viel Selbstvertrauen in der Kategorie MT2 an den Start. Nach 30:20 Minuten Rennzeit war er überwältigt. „Es war mega. Die Anstiege waren zwar heftig, aber es überwiegt die Freude, an den Landesmeisterschaften teilnehmen zu können. Ich trainiere gerne, wenn es wärmer ist, aber heute war es schon extrem. Es gab viele Neigungen auf dem Parcours, die mich mit meinem Dreirad etwas benachteiligten. Es ist mir eine Ehre, das Landesmeistertrikot jetzt zu tragen.“

Die Aufbau- und Trainingsarbeit der FSCL trägt damit bereits sichtbar Früchte. Die Premiere der Para-Cycler bei den nationalen Meisterschaften war mehr als ein symbolischer Schritt. Sie machte Lust auf das, was dieses Trio auf internationaler Bühne noch leisten kann.

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