Schwimmen

Notizen aus Paris: Die Ziele am Mittwoch und entspannte Polizisten rund um das Schwimmbad

Es besteht Verwechslungsgefahr: Die freiwilligen Helfer der Europameisterschaft tragen ein kräftiges Orange – wie die niederländischen Fans auf den Rängen. Auffälliger ist aber die Hilfsbereitschaft der „Volunteers“. Was es sonst noch zu erzählen gab: die Notizen vom Mittwochmorgen.

Eine sehr knappe Angelegenheit für Hubert Kos – der am Mittwoch wohl einen neuen Anlauf in Richtung Weltrekord starten wird

Eine sehr knappe Angelegenheit für Hubert Kos – der am Mittwoch wohl einen neuen Anlauf in Richtung Weltrekord starten wird Foto: AFP

Und plötzlich stand die ganze Halle: Am Dienstagabend waren die französischen Schwimmer logischerweise diejenigen, die am lautesten von den Rängen unterstützt wurden. Besonders das Gold der Mixed-Staffel gehörte zu den Highlights des Tages. Ein Ungar schaffte es allerdings, die gesamte Halle auf seine Seite zu ziehen. Auf den 200 m Rücken lag Hubert Kos bei der Wende vor der letzten Bahn noch auf Weltrekord-Zeit (1:51.92 Min.). Der wurde 2009 von Aaron Peirsol (USA) in Rom aufgestellt. Den europäischen Rekord hatte Kos 2025 auf 1:53.19 Min. heruntergeschraubt. Auf den letzten Metern hatte es alle aus den Sitzschalen gerissen – jeder wollte Zeuge des historischen Moments werden. Am Ende fehlte nicht viel (1:52.30). Immerhin konnte sich Kos mit einem Ticket fürs Finale und dem neuen europäischen Rekord trösten. Das Finale findet am Mittwochabend statt, dann kann man sich wohl auf die nächste Gala einstellen.

Programm am Mittwoch: Lou Jominet gehörte am Mittwoch zu den zehn Frauen, die um 9.30 Uhr als allererste ins Wasser geschickt wurden. Im ersten der fünf Vorläufe der 200 Meter Freistil ging es für die Luxemburgerin vor allem darum, sich ihrer Bestzeit zu nähern (2:05.56 Min.). Auch Florian Frippiat hatte auf den 100 m Schmetterling (Bestzeit: 53.51 Sek.) keine Aussichten auf ein Halbfinale, für ihn ging es ebenfalls um die persönliche Steigerung. Während das auch auf Joao Carneiro zutraf, durfte Finn Kemp auf den 200 m Brust immerhin hoffen: Würde er seine persönliche Bestzeit knacken, wäre ein Halbfinale drin. Für die junge Emma Barthel gab es noch am Mittwochmorgen die EM-Premiere auf den 400 m Lagen.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Schwimmen

Gemeinsam im Zimmer, gemeinsam zur EM – und trotzdem will jeder schneller sein

Kunstturn-EM

Céleste Mordenti und der schwierige Weg zurück in den Mehrkampf