Malta-stürmer Paul Mbong

„Natürlich ist Luxemburg Favorit“

Paul Mbong war zuletzt bei seinem Klub Floriana in guter Form. Vor dem Nations-League-Play-off gegen Luxemburg zeigte sich der 24-jährige maltesische Flügelspieler, im Gespräch für das Tageblatt zuversichtlich, dass Malta den Aufstieg schaffen kann.

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Paul Mbong will über die Flügel Luxemburg unter Druck setzen Foto: Malta FA

Tageblatt: Der 1:0-Sieg in der WM-Qualifikation in Helsinki gegen Finnland hat Malta sicherlich eine große Portion Selbstvertrauen gebracht. Wie beurteilen Sie die Chancen Maltas vor dem ersten Match gegen Luxemburg?

Paul Mbong: Der Sieg in Helsinki war ganz gewiss ein historisches Resultat. Aber nun blicken wir nach vorne und sind voll fokussiert auf die zwei Spiele gegen Luxemburg. Wir wollen den Aufstieg in die Division C schaffen. Wir haben eine gute Mannschaft, wir haben uns verbessert, unser neuer Teamchef hat viele Dinge verändert, und wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel schaffen können.

Malta ist Stammgast im Keller der Nations League, während Luxemburg bislang immer in der Division C war und einmal sogar knapp dran war, um den Aufstieg in die Division B zu spielen. Denken Sie, dass deswegen Luxemburg mehr unter Druck sein wird?

Offen gestanden ist es mir egal, ob Luxemburg unter Druck sein wird, oder nicht. Natürlich ist Luxemburg Favorit. Gegen uns haben ja praktisch alle Gegner die Favoritenrolle. Wie Luxemburg damit zurechtkommen wird, ist nicht unser Problem. Wir werden auf jeden Fall alles geben, um unser Ziel zu erreichen.

Was sind die Stärken von Malta?

Unsere größte Stärke ist ein guter Teamgeist. Wir sind wie eine Familie. Dieser Zusammenhalt, dass auf dem Platz jeder für jeden spielt, kann manchmal wertvoller sein als taktische und technische Dinge.

Beim 1:0-Sieg in einem Freundschaftsspiel in Luxemburg im Juni 2023 waren Sie aufgrund einer Verletzung nicht im Team. Aber Ihr Bruder Joseph hat gespielt und Sie haben das Duell sicherlich verfolgt. Wie waren Ihre Eindrücke von der Luxemburger Mannschaft?

Luxemburg spielte ähnlich, fast identisch wie zurzeit. Sie sind gut organisiert, kompakt, zeigen auch spielerische Qualität, tun sich aber offensichtlich schwer mit der Chancenverwertung. Auch damals war es eine, mehr oder weniger, ausgeglichene Partie, Luxemburg ließ Torchancen aus, wir haben gut dagegengehalten, boten eine saubere Leistung und haben nicht unverdient 1:0 gewonnen.

Welche Spieler von Luxemburg würden Sie hervorheben?

Auf jeden Fall Leandro Barreiro von Benfica. Er spielte vor drei Jahren gegen uns und ich sah ihn auch diese Saison in der Champions League. Er ist jedoch nicht der einzige Spieler, der es verdient, hervorgehoben zu werden. Aber die Namen der anderen habe ich mir nicht gemerkt.

Die meisten unserer Leser haben Sie wohl noch nie spielen gesehen. Gibt es einen bekannten Spieler, mit dem man Sie vergleichen könnte?

(lacht) Jetzt wollen Sie mich wohl aufs Glatteis führen. Spaß beiseite, ich rede nicht gerne über mich und schon gar nicht möchte ich mich mit anderen Spielern selbst vergleichen. Aber als ich meine Teamkameraden fragte, haben sie mich mit Rafael Leão verglichen.

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