Nationalmannschaft
Amy Thompson darf auf würdigen Abschied gegen Belgien hoffen
Am Freitagmorgen gab das Trainerduo Daniel Zirbes/Cristina Correia sein Aufgebot für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Belgien (am 5. Juni in Louvain, am 9. Juni auf der „Grenz“) bekannt.
Kapitänin Laura Miller hat den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga geschafft Foto: sportspress.lu/Roland Miny
Es ist eine beachtliche Anzahl an Wechseln, die das Trainerduo Daniel Zirbes/Cristina Correia vor dem letzten Doppeltermin der WM-Qualifikation vorgenommen hat. Nicht weniger als zehn Spielerinnen, die im April gegen Israel im Kader standen, sind nicht mehr dabei. Die gleiche Anzahl kehrt nach Abwesenheit ins Aufgebot zurück – u.a. die Leistungsträgerinnen Laura Miller und Amy Thompson, die bei der ersten Liste des Trainerteams aus Verletzungsgründen fehlten.
Während Miller am Ende noch für das Rückspiel zur Verfügung stand, ist die Differdinger Stürmerin nach ihrem Ermüdungsbruch erst vor wenigen Wochen wieder auf den Platz zurückgekehrt. Für die 35-fache Torschützin stellt das Rendez-vous gegen Belgien das Ende einer langen Fußballkarriere dar. „Ich würde mir wünschen, dass ihr gegen Belgien ein letztes Tor gelingt“, sagte Correia.
Nicht dabei sind u.a. Leila Schmit (private Gründe), Rachel Schmit (Termine mit Elversberg), Amal Cherkane, Aina Fernandez-Berenguer, Barabara Serra und Silvia Conte (alle wegen Studien). Nach überstandenen Wadenbeinproblemen ist derweil Gioia Fiorucci wieder Teil des Kaders. Auch Andreia Machado ist wieder fit. Andreia Faria wurde „wegen konstant guten Leistungen in Hesperingen berufen. Wir sind der Meinung, dass sie es verdient, genau wie Lena Alves“, so Zirbes.
Gegner Belgien wird der Frauen-Auswahl wohl die Hölle heißmachen wollen, da die „Diables rouges“ noch auf den 1. Tabellenplatz in der Gruppe hoffen. Das bedeutet auch, dass sie ihre Tordifferenz aufbessern wollen. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe werden“, weiß Zirbes. „Wir werden versuchen, alles reinzuwerfen. Wir sind aber realistisch genug, um das einzuschätzen.“ Correia fügte hinzu, dass es ein Ansporn sein sollte: „Man trainiert ja jeden Tag, um solche Spiele bestreiten zu können.“
Offiziell startet die Mannschaft am 1. Juni ins Trainingslager, vorher wird aber bereits gemeinsam in Monnerich trainiert. Zirbes erklärte: „Wir möchten an das zweite Israel-Spiel anknüpfen. Themen wie Mentalität und Überzeugung werden wichtig sein. Gegen Belgien müssen wir versuchen, so wenig wie möglich Torchancen zuzulassen. Bei den Aktionen in Ballbesitz müssen die Abläufe klarer sein.“
Das Aufgebot
Tor: Emma Goetz (Austria Wien/AUT), Joy Jung (Hesperingen), Lucie Schlimé (SC Sand/D), Lisi Oberweis (Mamer)
Abwehr: Lena Alves (Hesperingen), Ana Barbosa (RFCUL), Andreia Faria (Hesperingen), Liane Freymann (Deutz 05/D), Emma Kremer (Vorwärts Spoho/D), Rita Leite (Tirsense/P), Joana Ribeiro (Kehlen), Andreia Machado (Racing), Leticia Mateus (Junglinster)
Mittelfeld: Carolina Barbosa (Kehlen), Marta Estevez (RFCUL), Gioia Fiorucci (Käerjeng), Edina Kocan (Racing), Catarina Lavinas (Famalicao/POR), Laura Miller (1. FC Nürnberg/D), Anna Miny (TuS Issel/D), Charlotte Schmit (Sporting CP/POR)
Angriff: Anouchka Besch (Junglinster), Hannah Dietrich (1. FC Saarbrücken/D), Charlie Jorge (Junglinster), Kimbery dos Santos (1. FC Saarbrücken/D), Amy Thompson (Déifferdeng 03)
Pokalfinale am Montag
Die Entscheidungen in der Relegation sind gefallen, nun wartet das letzte Highlight der Saison des nationalen Frauenfußballs. Am Montag stehen sich Vizemeister Differdingen und Überflieger Racing in Strassen im Pokalfinale gegenüber (17.00 Uhr). Die Hauptstädterinnen sind zweifellos in der Favoritenrolle, doch ein Pokalfinale hat anscheinend seine eigenen Gesetze ...