Fußball
Nationale Lizenz: Diese Bedingungen müssen BGL-Ligue-Vereine erfüllen
Ab Sommer gelten im Luxemburger Fußball neue Regeln: Durch die Einführung einer nationalen Lizenz in der BGL Ligue wird den Vereinen nun strenger auf die Finger geschaut. Die Nichteinhaltung von einigen Punkten der Liste kann im schlimmsten Fall sogar den Zwangsabstieg in die Ehrenpromotion zur Folge haben. Das Tageblatt hat die Kriterien zusammengefasst.
Die Vereine hatten per Referendum über die Einführung der nationalen Lizenz abgestimmt: 83,50 Prozent stimmten dafür Foto: Editpress/Gerry Schmit
Die Idee dahinter: Durch die Einführung einer nationalen Lizenz für BGL-Ligue-Vereine will der Verband „das Niveau verbessern“ und die „Ausbildung weiterhin in den Vordergrund stellen“. Die Vereins-Organisation, die Integrität des Wettbewerbs, die Identität, die finanzielle und ökonomische Existenz, Transparenz oder die Kontrolle über Ausgaben sind ein paar der Schlagwörter, die im Arbeitspapier aufgeführt werden. Ohne dieses Dokument ist der Klub nicht mehr für die erste Liga spielberichtigt.
Ein Pendant zur UEFA-Lizenz: Neu ist die Aufgabe für die meisten Vereinsdelegierten nicht. Jedes Jahr wird seitens des europäischen Dachverbands eine UEFA-Lizenz ausgestellt, die den Klubs die Teilnahme an Champions League oder Conference League erlaubt und an eine ganze Reihe von Auflagen gekoppelt ist. Swift Hesperingen hatte beispielsweise 2024 die sportliche Qualifikation über die Tabelle geschafft, doch durfte nach Überprüfung der Dokumente nicht am internationalen Wettbewerb teilnehmen: Verspätete Lohnauszahlungen der Angestellten sowie verspätete Einzahlungen an die Krankenkassen und die Steuerbehörde waren nachgewiesen worden. Die nationale Lizenz geht noch etwas weiter als die UEFA-Anforderungen und bestraft ebenfalls Schulden gegenüber Lieferanten.