Schwimmen
Mehr als Massage: Über den Alltag von Sabrina Dattge als Physiotherapeutin der FLNS-Delegation
Sabrina Dattge ist in Paris ein weiteres Mal als Physiotherapeutin der FLNS im Einsatz. Warum ihre Rolle weit über kneten und massieren hinausgeht, erklärte sie am Rande der Europameisterschaften.
Sabrina Dattge hat bei der Europameisterschaft alle Hände voll zu tun – doch wenn die Athleten etwas zu erzählen haben, nimmt man sich dafür immer die Zeit Foto: privat
„Ich könnte heulen.“ Die Freude bei Sabrina Dattge war am Dienstag riesengroß. Remi Fabiani hatte wenige Minuten zuvor den Landesrekord auf den 100 Metern pulverisiert und sein Ticket für das EM-Halbfinale gesichert. Obschon die Physiotherapeutin den formstarken Athleten, der den Großteil seiner Saison in den USA verbringt, eigentlich nur sporadisch – also meist vor großen Saisonhöhepunkten – betreut, hat sich über die Jahre eine besondere Bindung aufgebaut. Wie mit allen anderen der Delegation auch.
Die meisten Luxemburger Schwimmer empfängt Dattge ohnehin regelmäßiger in den Behandlungsräumen der Coque, das zweimal die Woche. Dort gehört sie dem Team „Kinecoque“ an. Seit 2019 ist sie als Verbandsphysio für die FLNS tätig. „Ich habe das Glück, dass Schwimmer eigentlich so gut wie nie verletzt sind.“ Dennoch gibt es ein breites Aufgabenfeld: „Was wir zwischendurch machen, ist dehnen, massieren, Erholungsmaßnahmen und zuhören.“