Patrizia Van der Weken
Medaillen-Revanche: Wie eine Hundertstelsekunde über Jubel und Enttäuschung entscheidet
Mit der EM-Medaille ist Patrizia Van der Weken am Sonntag auch eine Revanche gelungen. Nachdem sie im vergangenen Jahr in Rom Edelmetall knapp verpasst hatte, holte sie in Apeldoorn Bronze. Beide Male entschied eine Hundertstelsekunde.
Zentimeter-Entscheidung zwischen Patrizia Van der Weken und Ewa Swoboda Foto: FLA
Leichtathletik kann dramatisch sein. Besonders der Sprint. Das weiß auch Patrizia Van der Weken. Bei den Freiluft-Europameisterschaften in Rom verpasste die Luxemburgerin im vergangenen Jahr die Medaillenränge denkbar knapp. Mit einer Spitzenzeit von 11,04 Sekunden belegte sie den undankbaren vierten Platz. Gerade mal eine Hundertstelsekunde fehlte ihr auf die Polin Ewa Swoboda und die Italienerin Zaynab Dosso, die zeitgleich die Plätze zwei und drei belegten. „Es hat nur so viel gefehlt für eine Medaille“, sagte sie damals nach dem Finale und deutete mit Daumen und Zeigefinger eine winzige Lücke von gerade mal einem Zentimeter an. „Das ist richtig blöd. Eine Hundertstel ist Scheiße.“