Enovos League
Mamer zittert sich zu wichtigem Sieg
Der direkte Vergleich im Kampf um den achten Tabellenplatz bot im „Tramsschapp“ eine packende Partie, die bis zur Schlusssirene spannend blieb. Racing und Mamer schenkten sich rein gar nichts und lieferten sich ein sehr offensiv geführtes Duell – mit dem glücklicheren Ende für die Gäste.
Domenick Sleva, wer sonst? Der Mamer Profi führte sein Team zum wichtigen Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Racing Foto: Editpress/Fernand Konnen
Es brauchte am Samstagabend etwas Zeit, bis die Partie richtig Fahrt aufnahm, denn beiden Teams war die Bedeutung dieser Begegnung bewusst. Entsprechend entwickelte sich von Beginn an ein intensiver Kampf um jeden Ballbesitz. Mamer präsentierte sich – im Gegensatz zu vergangenen Auftritten – von der ersten Minute an hochkonzentriert und versuchte mit dem quirligen Bivins den Weg zum Korb konsequent zu versperren. Eine Mission, die zumindest phasenweise von Erfolg gekrönt war.
Dafür sprangen jedoch andere lokale Akteure wie Temple und Bouttet in die Bresche. Zudem versuchte der Racing, den Gegner mit hohem Pressing unter Druck zu setzen. In den letzten drei Minuten des Auftaktviertels zogen die Gäste jedoch unter dem Impuls von Sleva und Winn das Tempo deutlich an.
Mitte des zweiten Durchgangs konnte die Mambra ihren Vorsprung auf neun Punkte ausbauen (30:39). Die Hauptstädter gerieten unter Zugzwang und reagierten mit schnellen Kontern – mit Erfolg, denn Racing glich beim Stand von 41:41 wieder aus. Bis zur Pause stellten die Gäste jedoch erneut den alten Punkteabstand her, dies unter der Regie eines überragenden Domenick Sleva, der mit 21 persönlichen Zählern mit der 100-Prozent-Quote flirtete. Lediglich ein Freiwurf des Mambra-Spielers verfehlte sein Ziel
Starker Sleva
Louis Soragna und der Racing konnten ihre Größenvorteile nicht nutzen Foto: Editpress/Fernand Konnen
Trotz Größenvorteilen mit Temple und Whitfield war der Racing in den Rebounds deutlich unterlegen. Ein weiterer Nachteil des Heimteams war die hohe Fehlerquote. Mamer nutzte diese Umstände konsequent, um seinen Vorsprung weiter auszubauen. Nach einem zwischenzeitlichen Höhepunkt (64:79) betrug die Gästeführung zu Beginn des Schlussviertels noch elf Punkte.
„Wir dürfen niemals mit 15 Punkten im Hintertreffen liegen und 60 Punkte bis zur Pause kassieren“, so ein enttäuschter Louis Soragna. „Uns haben die Rebounds gefehlt. Mamer hat ein gutes Spiel abgeliefert und Sleva hat extrem gut getroffen. Wir werden den achten Platz noch einmal angreifen. Es ist erst vorbei, wenn das letzte Spiel abgepfiffen ist.“
Der Racing ist bekannt für seine kämpferische Einstellung – und auch am Samstag zeigte das Team die gewohnte Reaktion. Mamer, das mit einer kleinen Rotation agierte, geriet noch einmal in die Bredouille. Der Racing drehte nochmals voll auf und konnte 2:30 Minuten vor Schluss ausgleichen (89:89).
Wir werden den achten Platz noch einmal angreifen. Es ist erst vorbei, wenn das letzte Spiel abgepfiffen ist.
Louis Soragna
Racing Luxemburg
Die Gäste liefen nun auf dem berühmten Zahnfleisch, sogar Sleva zeigte Schwächen von der Freiwurflinie (3 von 8). „Wir haben uns das Spiel selbst schwieriger gemacht, als es hätte sein müssen“, so Maid Adrovic, der seinen Gegenspieler sowohl defensiv als auch offensiv vor Probleme stellte. „Es war eine sehr physische Partie, die uns am Ende zugesetzt hat. Daran müssen wir für den Rest der Meisterschaft noch arbeiten. Jetzt gilt es, unseren Tabellenplatz zu verteidigen.“
Dennoch konnte sich Mamer, wenn auch hauchdünn, behaupten: Bedirhanoglu bescherte seinem Team mit einem Dreier einen wichtigen Vorsprung (91:95). Hilgers Distanzwurf hielt die Hoffnungen der Hausherren zwar am Leben, doch nach weiteren Fehlwürfen von Sleva an der Linie machte es auch Bivins nicht besser aus der Distanz.
Statistik
„T“ -Bestnote: Domenick Sleva (Mambra Mamer)
Viertel: 23:30, 28:30, 21:23, 22:12
Racing: Bivins 24, Temple 20, Whitfield 17, Soragna 7, Bouttet 7, Loncaric 7, Hilger 6, Lanners 6, Keller 0
Mamer: Sleva 35, Bedirhanoglu 23, Winn 18, Adrovic 10, Muth 7, Mikalauskas 2, Bourgoignie 0
Schiedrichter: Dotsenko/Donckel/Isigonis
Zuschauer: 129 zahlende