FLBB-Damen

Luxemburg verliert Spitzenspiel gegen Israel deutlich

Mit dem Sieg am Mittwoch gegen Irland hatten sich die FLBB-Damen in der Qualifikation für die EM 2027 frühzeitig das Ticket für die nächste Runde gesichert. Am Samstagabend ging es gegen Israel um den ersten Tabellenplatz. Doch Meynadier und Co. mussten die Überlegenheit der Gäste anerkennen und verloren die Partie mit 52:76.

Anne Simon und FLBB-Damen auf dem Spielfeld ohne offensive Lösungen im Basketballspiel

Anne Simon und die FLBB-Damen fanden in der offensive nicht die richtigen Antworten Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Die Partie gegen Israel wurde aufgrund der geopolitischen Lage am Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Ein Fakt, der dem FLBB-Team sichtlich schadete, denn Anne Simon und Co. konnten sich sonst stets auf die Unterstützung von den Rängen verlassen und hieraus zusätzliche Energie ziehen.

Der Beginn der Partie war auf beiden Seiten recht zögerlich, und Korberfolge waren in der Anfangsphase Mangelware (5:3, 5‘). Die Gäste fanden zuerst den Rhythmus und konnten sich leicht absetzen (7:10). Luxemburg fand nicht richtig in die Partie. Die Dreier fielen nicht so wie noch am Mittwoch, und unter dem Korb kamen Etute und Madjo kaum zur Geltung. Die luxemburgische Offensive kam nicht ins Rollen. Viele kleine Unzulänglichkeiten führten zu zahlreichen Ballverlusten und luden Israel zu Konterangriffen ein.

Die Gäste nahmen diese dankend an und setzten sich mit einem 8:0-Lauf ab. Mit dem ersten verwandelten Dreier – nach zuvor sieben Fehlversuchen – durch Simon und einem weiteren Korb von Nürenberg konnte Luxemburg den zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Rückstand (9:18) bis zur Viertelpause jedoch etwas verkürzen (14:18). Doch Israel legte innerhalb der ersten zwei Minuten des zweiten Viertels direkt ein weiteres 9:0 nach (14:27). Nun schien dem Nationalteam das Spiel zu entgleiten.

Zu viele Turnover

Madjo und Etute agierten unter den Körben unglücklich, kämpften aber weiter. So konnte Madjo nach drei Minuten die luxemburgische Funkstille endlich beenden. Nach einem Distanzwurf von Skrijelj (21:27) lebte die Hoffnung noch einmal auf – allerdings nur für kurze Zeit. Israel bestimmte weiterhin das Spielgeschehen und war nicht gewillt, die Kontrolle aus der Hand zu geben. Zur Pause lag Luxemburg mit 13 Punkten zurück (29:42).

Lediglich im Rebound lagen die FLBB-Damen noch knapp vorne (17:14). In allen anderen Bereichen dominierten die Gäste, die aus den zweistelligen Ballverlusten Luxemburgs großen Nutzen zogen.

Kurz nach Wiederanpfiff wurde deutlich, dass es für das luxemburgische Team ein gebrauchter Abend werden sollte. Die Gäste spielten sich in einen Rausch, und trotz aller Bemühungen von Meynadier und ihren Teamkolleginnen war Israel nicht mehr zu stoppen.

Nach der Freude am Mittwoch über das Erreichen der zweiten Qualifikationsrunde blieb der Traum eines möglichen Gruppensieges somit unerfüllt. Nun bleibt noch die Hoffnung auf einen Erfolg im Auswärtsspiel gegen Bosnien-Herzegowina, um eine insgesamt gelungene Kampagne mit vier Siegen aus sechs Partien abzuschließen.

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