Fußball
Luc Holtz schließt „Le Quotidien“-Journalist von Presserunde der Nationalmannschaft aus
Nationaltrainer Luc Holtz Foto: Editpress/Gerry Schmit
Etwas seltsam war am Dienstag die Stimmung vor dem Start der neu geschaffenen Presserunde der Nationalmannschaft. Le-Quotidien-Journalist Julien Mollereau war vom nationalen Fußballverband gebeten worden, zu Hause zu bleiben, da Luc Holtz ihm wegen einer kritischen Berichterstattung in den Fällen Gerson Rodrigues und Maxime Chanot keine persönlichen Interviews mehr geben will. An Pressekonferenzen darf Mollereau weiterhin teilnehmen.
Die restliche versammelte Presse diskutierte noch vor der offiziellen Presserunde diesen Fall zusammen mit Holtz durch. Später am Abend gab der Sportjournalistenverband sportspress.lu ein Kommuniqué mit folgendem Text heraus: „Sportspress.lu möchte seine Solidarität mit unserem Kollegen zum Ausdruck bringen. Die Meinungsfreiheit in den luxemburgischen Medien darf unter keinen Umständen gefährdet werden. Kritische Äußerungen über Persönlichkeiten, persönliche oder taktische Entscheidungen sowie das Hinterfragen bestimmter Grundsätze stellen ein fundamentales Interesse des (Sport-)Journalismus dar. Aus diesem Grund schlägt sportspress.lu dem Nationaltrainer einen Austausch nach den beiden Freundschaftsspielen vor, um die Vorbereitung nicht weiter zu stören.“ (del)