Volleyball-Pokal

„Lions, fight, fight, fight!“: Underdog Belair lässt sich nicht einschüchtern

Heute Abend stehen in der Bissener Sporthalle die Halbfinalspiele der diesjährigen „Loterie Nationale Coupe de Luxembourg“ auf dem Programm. Neben den etablierten Erstligateams Gym, Steinfort und Walferdingen steht mit Belair auch eine Erstligamannschaft auf dem Spielfeld.

Belair Mannschaft in Sportkleidung posiert gemeinsam im Freien vor grünem Hintergrund

Die Mannschaft aus Belair Foto: privat

Es ist bereits etliche Jahre her, dass es einem Team aus den unteren Ligen gelungen ist, ins Damen-Halbfinale vorzustoßen. Der Gegner von Belair heißt Walferdingen, das zwischen 2013 und 2019 nicht weniger als fünf Titel gewinnen konnte. Die Spielerinnen des Underdogs wissen, dass ihnen lediglich die Außenseiterrolle bleibt – und genau das dient ihnen als zusätzliche Motivation. „Wir haben uns gut vorbereitet und das Spiel des Gegners analysiert, werden aber unserer Linie treu bleiben. Unser Motto lautet ‚Lions, fight, fight, fight!‘ – und mit genau dieser Mentalität gehen wir ins Spiel“, erklärt Jill Clement, ein Eigengewächs, das seit Jahren für Belair aufläuft.

Auf die Frage nach dem Minimalziel hin zeigt sich Clement zurückhaltend: „Unser Ziel werden wir im Laufe des Spiels festlegen und nicht schon im Vorfeld verraten. Doch wie jedes Team betreten auch wir das Feld, um nicht zu verlieren. Wir wollen uns nach dem Spiel nicht vorwerfen lassen, dass wir nicht alles gegeben haben. Und sollte sich eine kleine Chance auftun, werden wir versuchen, zuzuschlagen.“ Dennoch bleibt Belair realistisch und will von Ball zu Ball denken.

Die „großen“ Teams bemängeln immer wieder, dass sie im Pokal nicht gesetzt sind, früh aufeinandertreffen und dadurch bereits in einer frühen Phase ausscheiden können. „Doch genau das ist der Reiz des Pokals. Die ‚Kleinen‘ erhalten so die Möglichkeit, sich zu präsentieren – sei es durch einen Überraschungssieg oder durch einen günstigeren Weg dank der Auslosung“, sagt Clement.

Auf die Schlüsselspielerinnen angesprochen, betont Clement: „Belair definiert sich als geschlossene Mannschaft. Keine ragt wirklich heraus. Wir sind in dieser Saison mit zwei Teams in der 1. Division vertreten, was uns einen breiten und ausgeglichenen Kader beschert. Das ist unsere Stärke, denn unsere Trainerin kann flexibel wechseln, ohne dass es zu einem Qualitätsverlust auf dem Spielfeld kommt. Wir sind ein international und generationenübergreifend gemischtes Team, in dem alle mit derselben Leidenschaft antreten. Die Älteren bringen ihre Erfahrung ein, die Jüngeren ihre Spielfreude.“

Allerdings hatte die Mannschaft in dieser Saison mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen, was sie zwischenzeitlich zurückwarf. Auch im Halbfinale werden zwei wichtige Stammspielerinnen fehlen, die bis zum Saisonende ausfallen.

Walferdingen wiederum nimmt Belair keineswegs auf die leichte Schulter. „Sie sind vielleicht etwas weniger stark als die beiden anderen Halbfinalisten, aber sie können Volleyball spielen und haben sich das Halbfinale verdient“, so Marie Schaack.

Auch wenn sich die Spielerinnen von Belair auf das heutige Spiel freuen, steht für sie ein anderes Ziel im Vordergrund: der Aufstieg in die Mixvoip League. „Es wird nicht einfach und möglicherweise entscheidet sich erst am letzten Spieltag gegen Diekirch, wer aufsteigt. Und sollte es am Ende nicht reichen, greifen wir in der nächsten Saison erneut an.“

Das Programm

Donnerstag (Frauen):
18.30 Gym - Steinfort
20.30 Belair - Walferdingen
Freitag (Männer)
18.30 Esch - Lorentzweiler
20.30 Fentingen - Bartringen
Samstag:
17.30: Finale Frauen
20.00: Finale Männer
alle Spiele werden in Bissen ausgetragen

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