Maïté Barthels

„Ich hoffe, dass es beim Festival Elsy Jacobs endlich besser laufen wird“

Zusammen mit Nina Berton und Lena Lallemang nimmt Maïté Barthels das Festival Esly Jacobs im Trikot der luxemburgisch-isländischen Mannschaft in Angriff. Das Tageblatt hat sich zuvor mit der 24-jährigen Allrounderin über ihre Ambitionen unterhalten und nachgefragt, was sie sich für die Rennen in Garnich und Cessingen vorgenommen hat.

Maïté Barthels auf Cyclocross-Strecke in Aktion beim Festival Elsy Jacobs, dynamisch und fokussiert beim Radrennen

Maïté Barthels fühlt sich auf den Cyclocross-Strecken eigentlich am wohlsten, will sich aber auch beim Festival Elsy Jacobs beweisen Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Tageblatt: Wie ist die Saison bislang für Sie verlaufen?

Maïté Barthels: Ich bin einen Mix aus Straßen- und Gravelrennen gefahren. Im ersten Straßenrennen bin ich gleich gestürzt. Die Resultate in den Folgerennen waren dann ganz in Ordnung. Am vergangenen Wochenende war ich in den Niederlanden am Start eines UCI-Gravel-Rennens.

Ich bin eher ein ,Diesel‘, dem die langen Distanzen liegen

Maïté Barthels

Sie sind mittlerweile in drei Disziplinen unterwegs. Haben Sie eine Präferenz?

Cyclocross ist meine Lieblingsdisziplin. Gravel gefällt mir ebenfalls sehr gut, die Kombination aus Technik und Ausdauer kommt mir entgegen. Ich bin eher ein „Diesel“, dem die langen Distanzen liegen.

Bis 2023 waren Sie bei Kontinentalmannschaften unter Vertrag, zuletzt bei Hess Cycling. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Team?

Seit vorletztem Jahr fahre ich wieder im Trikot meines Klubs CT Atertdaul. Es ist nicht so einfach, eine Mannschaft zu finden. Ideal für mich wäre ein Cross- oder Gravel-Team. Dafür braucht man gute Resultate, die ich jetzt im Gravel anstrebe. Reine Cross-Mannschaften gibt es mittlerweile weniger, einige haben mit Straßenmannschaften fusioniert. Trotzdem kann ich an diesen Rennen teilnehmen, was ohne Team natürlich nicht ideal ist.

Sie und Ihre Schwester Layla können auf die Unterstützung eurer Eltern zählen. Ihr Vater war ja ebenfalls Rennfahrer ...

Mein Vater, der in jungen Jahren als Mechaniker in einen Radsportgeschäft gearbeitet hat, kümmert sich in erster Linie um die Räder. Meine Mutter organisiert alles, was sonst so anfällt – ein richtiges „Family Business“. Vor allem im Cyclocross sind wir viel im Ausland unterwegs.

Das Festival Elsy Jacobs steht vor der Tür. Was haben Sie sich vorgenommen auf den Straßen, die Sie in- und auswendig kennen?

Wir sind in einer Mannschaft mit drei Isländerinnen, deren Stärken ich nicht kenne. Nach dem ersten Tag werden wir mehr wissen. Falls sich die Möglichkeit ergibt, in eine Ausreißergruppe zu kommen, werde ich diese sicherlich nutzen, um mich zu zeigen. Das Rennen wird ja auch live übertragen. Ich hoffe jedenfalls, dass es besser laufen wird als in beiden Jahren zuvor, als ich jeweils am ersten Tag in einen Sturz verwickelt war. Dadurch hatte ich viele Körner aufgebraucht und war am zweiten Tag nicht mehr im Vollbesitz meiner Kräfte. Mein Ziel ist es, jeweils in einer vorderen Gruppe anzukommen, um eine gute Platzierung zu erreichen.

Kommen Ihnen die anspruchsvollen Strecken in Garnich und Cessingen entgegen?

Obschon ich die flachen Rundkurse der belgischen Rennen gewohnt bin, habe ich diese welligeren Kurse eigentlich lieber. Die Strecke vom ersten Tag gefällt mit gut. Die Strecke in Cessingen scheint auf den ersten Blick nicht so schwierig, dennoch dürfte es für alle ein anstrengender Tag werden. Ich bin gespannt.

Was steht nach dem Festival Elsy Jacobs auf dem Programm?

Weiter geht es am übernächsten Wochenende in Valkenburg (NL), mit einen Rennen der UCI Gravel Series über 150 Kilometer. Nach einer Trainingswoche geht es dann mit der Nationalmannschaft zur Niederösterreich-Rundfahrt. Ich freue mich ebenfalls auf die zweite Auflage des Gravel-Rennens in Vianden, wo ich gut abschneiden will. Nach den Landesmeisterschaften werde ich wahrscheinlich auch bei der Gravel-EM starten.

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