Ski Alpin

Gwyneth ten Raa flüchtet vor der Hitze in den Süden

Luxemburgs Winter-Olympioniken gehen so langsam Richtung Saisonbeginn – beide haben allerdings unterschiedliche Herangehensweisen. Während Gwyneth ten Raa in Südamerika trainiert, hat sich bei Matthieu Osch einiges geändert.

Gwyneth ten Raa findet in Chile gute Bedingungen zum Trainieren

Gwyneth ten Raa findet in Chile gute Bedingungen zum Trainieren Foto: sportspress.lu/Jean-Claude Ernst

In diesem Rekordsommer fällt es schwer, auch nur an Schnee und Eiseskälte zu denken. Aber genau das ist die Leidenschaft der Familie Ten Raa. Nach etlichen Wochen im Kraftraum, auf dem Fahrrad und beim Laufen wird es vor den ersten Rennen im November so langsam Zeit, wieder auf die Skier zu steigen. Der Skisport ist aber besonders stark vom Klimawandel betroffen, wie Vater Roger ten Raa verrät: „Weil dieses Jahr in den Alpen alle Gletscher geschlossen sind, haben wir kurzfristig entschieden, dass wir in Chile trainieren.“ Mitte der vergangenen Woche ging es für Gwyneth ten Raa somit für drei Wochen in die Anden, wo die zweifache Olympionikin vor allem aus Trainingsgründen auch ein Rennen bestreiten wird.

Die 21-Jährige zeigt sich für ihre sechste Saison weiterhin sehr ambitioniert und sagte im Gespräch mit dem Tageblatt: „Es bleibt definitiv mein Ziel, im Weltcup vorne mitzufahren. Es ist möglich, aber es sind viele kleine Schritte und ich muss motiviert und geduldig bleiben.“ Die aktuelle 348 der Welt (Slalom) kratzte vor anderthalb Jahren bereits an den Top 100, liegt aber dafür im Riesenslalom aktuell aussichtsreich auf Platz 137. In dieser technischen Disziplin wird die Sportsoldatin alle Rennen des Europacups absolvieren, will nach ersten EC-Punkten in der letzten Saison schnell weitere Punkte sammeln, damit ihre Startplätze verbessern und dann endlich auch ihre Premiere im World Cup bestreiten.

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