Champions League

Futsal in Luxemburg: Der lange Kampf um Anerkennung

Differdingen hat sich am Montag im europäischen Futsal auf der internationalen Bühne zurückgemeldet, doch in Luxemburg kämpft der Serienmeister weiterhin um Anerkennung. Sportdirektor Remy Manso spricht über fehlende Unterstützung, strukturelle Probleme der nationalen Liga und die finanziellen Herausforderungen des Vereins. Hinter dem sportlichen Erfolg steckt vor allem eine außergewöhnliche mannschaftliche Geschlossenheit.

Rafael Bocum (M.) hat in Luxemburg durch den Futsal ein neues Kapitel aufgeschlagen

Rafael Bocum (M.) hat in Luxemburg durch den Futsal ein neues Kapitel aufgeschlagen Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Als Rafael Bocum am Montagabend in der Oberkorner Halle in die Knie ging, hätte die Symbolik nicht größer sein können. Der Kapitän der Differdinger Futsal-Mannschaft, der 2020 von Desportiva do Fundão (P) in den Süden Luxemburgs wechselte, musste über zwei Jahre auf seinen besonderen Moment warten: Das Tor des griechischen Meisters stand leer, als der 35-Jährige abzog und damit den Champions-League-Sieg klarmachte.

Ein Kreuzbandriss hatte ihn monatelang außer Gefecht gesetzt. D03-Sportdirektor Remy Manso war nicht verwundert über die Reaktionen, die dieser Treffer ausgelöst hatte. Während es beim Spieler wohl Gedanken an eine lange Leidenszeit waren, freuten sich Kollegen, Trainer und Vereinsmitglieder vielmehr für ihren Leitwolf. „Das waren viele Emotionen auf einmal“, blickte Manso zurück.

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