WM-Qualifikation

Fußball, Herz und Hirn: Die Geschichte von Nationaltrainer Dan Santos

Dan Santos gehört der Sorte Menschen an, die selbst aus den schlimmsten Rückschlägen Kraft sammeln. 2012 blickte der heutige FLF-Damennationaltrainer dem Tod ins Auge und fasste in diesem Augenblick den Entschluss, sich das höchstmögliche Ziel zu stecken. Ein Porträt.

Dan Santos im Interview, offen über den schwersten Moment seines Lebens sprechend, emotionale Lebensgeschichte

Zum ersten Mal spricht Dan Santos im Interview ganz offen über den schwersten Moment in seinem Leben Foto: Editpress/Alain Rischard

Dan Santos feiert zweimal im Jahr Geburtstag. Einmal im September, seit 2012 zusätzlich auch am 6. Juni. Es war der Tag, an dem ihm der Oberarzt der Universitätsklinik des Saarlandes einen Tumor im Gehirn entfernte. Nach einer Fehldiagnose inklusive falscher Behandlung in Luxemburg – und zwei Wochen, in denen es ihm täglich schlechter ging – war der Fachmann am Telefon hellhörig geworden. In Deutschland fand man heraus, weshalb Teile der linken Körperhälfte inzwischen völlig gelähmt waren: „Er sagte mir bei der ersten Untersuchung, dass ich noch 24 Stunden zu leben hätte, wenn wir nicht sofort etwas unternehmen würden.“

Die Blutung im Gehirn wurde noch an diesem Tag gestoppt. „Ich hatte keine Wahl“, sagt Santos heute. Als 30-Jähriger musste er nämlich im Anschluss an diesen Eingriff entscheiden, ob er das Risiko eines sichtbaren Handicaps eingehen würde – oder aber den notwendigen chirurgischen Eingriff verweigern würde und nur noch ein paar Wochen zu leben hätte. „Ich habe den Arzt damals darum gebeten, vorher noch für zwei Tage zurück nach Hause fahren zu dürfen.“

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