Volleyball
Für Fentingen ist das Final Four die letzte Chance der Saison
Das Final Four war für Fentingen im letzten Jahr etwas ganz Besonderes, auch wenn der Klub im Finale Seriensieger Strassen unterlegen war. In diesem Jahr ist der Pokalwettbewerb für Felix Polfer und Co. die letzte Chance, in dieser Saison noch etwas zu erreichen.
Im letzten Jahr mussten sich Felix Polfer (Nr. 14) und Fentingen im Finale Strassen geschlagen geben Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
„Obwohl wir das Endspiel verloren haben, sind die Erinnerungen schon positiv“, erklärt Felix Polfer. Der Fentinger Spieler denkt also gerne an das Final Four 2025 zurück, als seinem Team der Einzug ins Finale gelang, wo Seriensieger Strassen dann jedoch eine Nummer zu groß war. Für ihn persönlich war das Finale 2025 schon allein deshalb etwas ganz Besonderes, weil es das erste Mal war, dass der 35-Jährige ein solches bestreiten durfte. „Wir haben auch gar nicht mal so schlecht gespielt, doch Strassen war an dem Tag einfach besser.“
Ein Jahr später können Polfer und seine Teamkollegen nun einen weiteren Anlauf starten und dieses Mal ist der Titelverteidiger bereits raus. „Der Weg ist dadurch aber nicht einfacher“, betont der erfahrene Spieler, der sich bewusst ist, dass seine Mannschaft als Außenseiter ins Halbfinale am Freitag gegen Bartringen gehen wird. „Und auch wenn wir dieses Spiel gewinnen sollten, würde im Finale dann höchstwahrscheinlich Lorentzweiler warten.“ Für Polfer ist klar, dass er und seine Teamkollegen schon zwei exzellente Tage erwischen müssen, um am Ende triumphieren zu können. Doch wer weiß, der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.
Ein Team im Umbruch
Für die Fentinger Spieler ist das Final Four derweil die letzte Möglichkeit, in dieser Saison noch etwas gewinnen zu können, denn das Team wird in der zweiten Saisonphase im Play-down spielen. „Natürlich sind wir darüber schon etwas enttäuscht, doch man darf nicht vergessen, dass wir in dieser Saison schon einige Verletzungen und Ausfälle hatten und sicherlich nicht so gespielt haben, wie wir es uns erhofft haben. Zudem haben die ersten vier sich auch gut verstärkt.“ Auch den Umbruch, der zurzeit im Team stattfindet, spricht der Routinier an. Denn als ersichtlich wurde, dass das Erreichen des Play-offs kaum noch möglich ist, setzte man im Verein mehr und mehr auf Jugendspieler, die Spielpraxis sammeln sollten. Der richtige Weg für die Zukunft, wie auch Felix Polfer findet.
Demnach heißt es für Fentingen, am Freitag noch einmal alle Extrareserven aus sich herauszuholen, denn im Ligaalltag dürfte danach die Luft etwas raus sein, da Fentingen der Klassenerhalt schon jetzt kaum noch zu nehmen sein dürfte. Den Halbfinalgegner sieht der Fentinger inzwischen fast schon auf einem Level mit Doublesieger Strassen angekommen. „Sie haben definitiv das Zeug, auch in der Meisterschaft gegen Strassen zu gewinnen, sind in einer starken Form und haben einen guten Zusammenhalt im Team.“
Die große Unbekannte
Die große Unbekannte am Freitag wird vielmehr der Austragungsort sein, wie Felix Polfer erklärt, denn in Bissen zu spielen ist eigentlich kein Spieler gewohnt. „Es war Zufall, dass wir im Pokal gegen Bissen antreten mussten. Ich mag es eigentlich nicht so, in einer Halle zu spielen, die ich nicht wirklich kenne. Zudem ist es für mich auch weit zu fahren“, sagt er lachend. Mit dem ungewohnten Umfeld müssen aber alle Spieler zurechtkommen, wie der 35-Jährige hinzufügt.
Der Fentinger hofft jedenfalls, dass die Halle auch am Freitag schon voll sein wird und beide Teams den Zuschauern ein erstklassiges Spiel zeigen können. Und vielleicht schaffen es Polfer und Co., noch einmal über sich hinauszuwachsen und ins Endspiel einzuziehen.