Cyclocross-WM

Espoir Lennox Papi: „Was jetzt in Hulst noch kommt, ist ein Bonus“

Lennox Papi blickt zufrieden auf seine Saison zurück. Der 18-Jährige ist bei der Cyclocross-WM nicht nur im Rennen der Espoirs am Samstag dabei, sondern auch für die Staffel am Freitag selektioniert. In Hulst will er seine erste Saison bei den U23 nun abrunden.

Lennox Papi stürzt am Sonntag in Hoogerheide bei Radrennen

Lennox Papi stürzte am Sonntag in Hoogerheide Foto: FSCL/Hugo Barthélemy

Es war ein kleiner Schockmoment, als Lennox Papi am Sonntag beim Weltcup-Rennen in Hoogerheide stürzte. Der 18-Jährige musste das Rennen aufgeben – nur sechs Tage vor dem großen Highlight in Hulst. „Der Sturz war auf der Straße“, erklärt Papi und gibt gleichzeitig leichte Entwarnung. „Es hat am Sonntag schon noch ziemlich wehgetan, aber es ist nicht allzu schlimm. Vor allem meine Hüfte schmerzt.“

In 18 Renntagen hat sich Papi in seinem ersten Jahr bei den Espoirs intensiv auf das WM-Rennen am Samstag vorbereitet. Dabei standen unter anderem X2O-Cross-Rennen, sechs Weltcup-Rennen und ein 37. Platz bei der EM in Middelkerke auf dem Programm. Bei den Landesmeisterschaften in Diekirch musste er sich Mil Morang geschlagen geben und mit Platz zwei zufrieden sein.

Auch mit der Staffel am Start

„Meine Saison war insgesamt wirklich gut“, erklärt Papi. „Ich bin zufrieden. Ich brauche viele Rennen, um im Rhythmus zu bleiben und konstant zu fahren. Ich fühle mich immer noch gut, obwohl ich schon so viele Rennen hinter mir habe.“ Mit einem guten Gefühl geht Papi nicht nur aufgrund seiner Form ins Rennen, sondern auch wegen seiner positiven Erinnerungen: Im vergangenen Jahr landete er beim Weltcup-Rennen der Junioren in Hulst auf dem 45. Platz. „Letztes Jahr hat mir der Parcours dort sehr gut gefallen. Sie haben die Strecke zwar geändert, aber der Untergrund bleibt der gleiche. Ich freue mich, zurückzukehren.“

Während das Rennen der Espoirs am Samstag stattfindet, wird Papi bereits am Freitag mit der Staffel den Parcours unter Wettkampfbedingungen testen können. „Ich will bei der Staffel eine schnelle Runde fahren, um die Limits zu testen. Das ist gut für das Espoirs-Rennen. Wir sind als Mannschaft aber zum ersten Mal bei einem solchen Event dabei, deswegen kann ich noch nicht einschätzen, was dabei herauskommen wird.“

Top 35 im Visier

Etwas besser kann Papi allerdings seinen Leistungsstand für das Rennen der Espoirs einschätzen. „Meine Form ist gut, und mit ein bisschen Glück kann ich ein gutes Resultat einfahren. Ein Top-35-Ergebnis wäre für mich ein gutes Rennen. Die Startliste habe ich noch nicht gesehen, aber ich will ein gutes Gefühl im Rennen haben, keinen zu großen Rückstand auf die Spitze, und auch Erfahrungen für die Zukunft sammeln.“

Für Papi ist es die zweite WM-Teilnahme. Im vergangenen Jahr war das WM-Rennen der Junioren in Liévin für ihn jedoch schnell beendet. Kurz nach dem Start war er in einen Sturz verwickelt und musste das Rennen früh aufgeben. Mit der Erfahrung aus dem letzten Jahr und den jüngsten Rennen möchte Papi diese WM erfolgreicher abschließen. „Die WM kann die Saison für mich nur noch verschönern. Ich hatte eine gute Saison – was jetzt in Hulst noch kommt, ist ein Bonus.“

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