Basket Esch

Ein Überraschungscoup, der Selbstvertrauen schenkt

Es war die Überraschung des 15. Spieltages: Mit einer Differenz von ganzen 23 Punkten besiegte Esch am Sonntag Tabellenführer Ettelbrück. Für Denilson Ramos, der nach seinem Praktikum in Portugal endgültig zurückgekehrt ist, war es ein Sieg, der Selbstvertrauen schenkt.

Denilson Ramos lächelt im Escher Team nach seinem Praktikum in Portugal, Teamwork und erfolgreiche Rückkehr sichtbar

Denilson Ramos hat sich nach seinem Praktkum in Portugal wieder gut im Escher Team eingelebt Foto: Editpress/Fernand Konnen

Die Escher waren in der ersten Hälfte die spielbestimmende Mannschaft. Auch wenn die Etzella zum Seitenwechsel den Rückstand auf fünf Punkte reduzieren konnte, brach das Team aus der Minette-Metropole in der zweiten Hälfte nicht ein. Im Gegenteil: Zum Schluss des dritten Durchgangs hatten Denilson Ramos und Co. ihre Führung auf 20 Punkte ausgebaut.„In der Pause sagten wir uns, dass wir die zweite Hälfte unbedingt stark beginnen müssen. Das ist uns auch gelungen. Wir waren fokussiert“, so der Escher.

Dass am Ende ein so deutlicher Sieg herauskommen würde, damit hatten die Escher zwar nicht unbedingt gerechnet, doch die Freude über den Erfolg war groß. Sie ließen sich noch minutenlang von den mitgereisten „Mighty Minetter“ feiern. „Es ist nie einfach, in Ettelbrück zu spielen, doch der Wille war vorhanden. Sowohl im offensiven als auch im defensiven Bereich agierten wir aggressiv. Viele Spieler punkteten und wir waren alle auf Top-Niveau“, erklärt der 27-Jährige die Gründe für den überraschenden Erfolg.

Viele Höhen und Tiefen

Am kommenden Samstag wartet ein weiterer schwerer Brocken, denn die Escher treten gegen den neuen Tabellenführer Bartringen an. „Es gilt, genau wie gegen die Etzella, mit viel Selbstvertrauen in diese Partie zu gehen und an die Leistung vom Sonntag anzuknüpfen. Wenn der Ball läuft, jeder seinen Teil dazu beiträgt, wir mit der gleichen Intensität wie gegen Ettelbrück agieren und den Rebound kontrollieren, sehe ich einen Sieg im Bereich des Möglichen.“

Nach dem 15. Spieltag weisen die Escher eine Bilanz von neun Siegen bei sechs Niederlagen auf und klettern durch den Erfolg auf den vierten Tabellenplatz. In einer Saison, die bisher von vielen Höhen und Tiefen geprägt war, war besonders der Beginn nicht einfach, wie der Escher bestätigt: „Wir waren nicht komplett. Ich fehlte studienhalber, während der eine oder andere angeschlagen oder verletzt war. Hinzu kam, dass wir zum Saisonauftakt gleich gegen den Racing verloren haben, gegen den wir eigentlich einen Sieg eingeplant hatten.“

Eine professionelle Mannschaft zu begleiten, war eine sehr interessante Erfahrung

Denilson Ramos

über sein Praktkum in Lissabon

Am Ende der vergangenen Spielzeit zog mit Thomas Grün ein wichtiger Spieler einen Schlussstrich unter seine Karriere. Mit Dino Ceman konnte man sich zwar verstärken, doch zu Beginn der Saison galt es, sich erst einmal als Team zu finden, wie der Escher weiter erklärt: „Dino hat sich gut in unser Spiel integriert. Die Intensität im Training ist im Laufe der Saison gestiegen. In den verbleibenden Partien gilt es, sich schon auf die Play-offs vorzubereiten, damit wir bereit sind.“

Ramos lobt die Einstellung seines Teams, das 2022 und 2025 den Pokal gewann sowie 2020 und 2023 Meister wurde: „Bei uns Spielern bleibt die Mentalität, bis zum Schluss alles zu geben und das Beste herauszuholen. Man gibt sich nicht zufrieden, die Play-offs zu erreichen, sondern visiert nach ganz oben.“

Praktikum in Portugal

Zu Beginn der Saison fehlte Denilson Ramos wegen eines studienbedingten Praktikums, doch mittlerweile hat auch er sich wieder gut eingelebt. Am Sonntag steuerte er zehn Punkte, fünf Rebounds und drei Assists zum Erfolg gegen die Etzella bei. Während neun Wochen begleitete Ramos, der Sportwissenschaften an der Lunex studiert, im Rahmen eines Praktikums die Basketball-Damen von Benfica Lissabon und war Teil des Trainerstabs.

„Eine professionelle Mannschaft zu begleiten, war eine sehr interessante Erfahrung. Am Anfang war ich eher in der Beobachterrolle, stellte aber immer wieder Fragen. Doch zum Schluss des Praktikums wurde ich mehr eingebunden. Ich musste beim Scouting-Report helfen oder beim Training die ‚Drills‘ vorbereiten“, erzählt der 27-Jährige, der eigentlich geplant hatte, in Luxemburg ein Praktikum zu absolvieren.

Als sich die Chance bei Benfica Lissabon ergab, wollte er sich die Gelegenheit jedoch nicht entgehen lassen. „Ich konnte in Lissabon bei meiner Familie wohnen, die ich nicht so oft sehe. Außerdem war das Wetter gut“, meint er mit einem Schmunzeln. Leid tut ihm diese Entscheidung sicher nicht. „Ich habe viel dazugelernt und neue Freunde gefunden. Es ist eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde“, so der 27-Jährige, der zurück beim Basket Esch mit seinen Teamkollegen noch für die eine oder andere Überraschung in dieser Saison sorgen will.

Denilson Ramos (Nr. 12) mit Basket Esch beim Pokalsieg 2023, jubelnd auf dem Basketballfeld

Mit dem Basket Esch gewann Denilson Ramos (Nr. 12) unter anderem im letzten Jahr den Pokal Foto: Editpress/Fernand Konnen

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Cyclocross-WM

Rot-Weiß-Blau in jedem Rennen: FSCL reist mit acht Fahrern nach Hulst

Auslands-Basketball

Premiere für Kreps, Rückschlag für Kovac

Basket Esch

Ein Überraschungscoup, der Selbstvertrauen schenkt