Tour de France

Ein Kindheitstraum wird wahr: Vor 20 Jahren eroberte Frank Schleck die Alpe d’Huez

Am 18. Juli 2006 erfüllte sich Frank Schleck einen Kindheitstraum: Der damals 26-Jährige gewann die Tour-de-France-Etappe mit Ankunft an der legendären Alpe d’Huez. Zwanzig Jahre später blickt er im Gespräch mit dem Tageblatt auf seinen größten Tour-Erfolg zurück – und erklärt, warum ihn dieser Berg schon vom Kindesalter bis heute begleitet.

Frank Schleck war am 18. Juli 2006 der schnellste Radsportler auf der Alpe d‘Huez

Frank Schleck war am 18. Juli 2006 der schnellste Radsportler auf der Alpe d‘Huez Foto: AFP

Mit großen Augen sitzt Frank Schleck an diesem warmen Sommertag am Straßenrand der Alpe d’Huez. Es ist der 23. Juli 1991, Schleck ist gerade elf Jahre alt. Die Werbekarawane, die Musik, die fliegenden Werbegeschenke und der ganze Trubel begeistern den Jungen aus Mondorf. Doch richtig „magisch“, wie er später selbst sagt, wird es erst, als die Radprofis den legendären Anstieg hinauffahren. „Wir sind mit unseren Eltern früher öfter auf die Alpe d’Huez gefahren“, erinnert er sich. „Als Miguel Indurain an mir vorbeifuhr, das war für mich magisch. Das war der Moment, als ich wusste: Ich will auch mal Profi werden und die Tour de France fahren.“

Nur 15 Jahre später wird dieser Kindheitstraum Wirklichkeit. Am 18. Juli 2006 gewinnt Schleck die legendäre Bergetappe mit Ziel auf der Alpe d’Huez. „Dass ich diese Etappe gewinnen könnte, hätte ich vorher in meinen kühnsten Träumen nicht erdenken können.“ Schleck befindet sich an diesem Tag in einer 25-köpfigen Ausreißergruppe. Seine CSC-Teamkollegen David Zabriskie und Jens Voigt arbeiten für ihn. Auf den letzten Kilometern bleiben nur noch Schleck, Damiano Cunego und Eddy Mazzoleni übrig. Zunächst muss Mazzoleni abreißen lassen, dann setzt der Luxemburger zwei Kilometer vor dem Gipfel seine entscheidende Attacke. Keiner kann ihm mehr folgen.

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