Handball

Düdelingen setzt in der ersten Halbzeit ein Ausrufezeichen

Wer am Samstagabend im „Dribbel“ mit einem spannenden Match gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Die bislang in dieser Saison so munter agierenden Käerjenger waren gegen einen spielfreudigen HBD chancenlos. Bereits nach 13 Minuten war beim Spielstand von 15:5 die Partie nahezu entschieden.

Der HBD um Josip Ilic machte direkt zu Beginn kurzen Prozess mit seinem Gegner

Der HBD um Josip Ilic machte direkt zu Beginn kurzen Prozess mit seinem Gegner Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Die Hausherren wurden von den Düdelingern regelrecht überrumpelt. Köller, I. Etute, Zekan und Co. legten einen Blitzstart hin. Mit Nationalkeeper Herrmann als sicherem Rückhalt stand es nach acht Minuten bereits 8:1 für die Gäste. Die Käerjenger befanden sich trotz eines frühen Time-outs von Trainer Schuster weiterhin im Tiefschlaf. Von Abwehrarbeit und Rückzugsverhalten war keine Spur. Die HBD‑Spieler, allen voran Aldin Zekan und Itua Etute sowie Goergen und Ilic, trafen aus allen Lagen und der Vorsprung der Gäste betrug nach 19‘ schon 14 Tore und das ohne ihre Verletzten O. Etute, Labonté, Steffen und F. Hippert.

26 Gegentreffer zur Pause

Nach rund 20‘ gab es für die Hausherren dann endlich auch mal eine kurze gute Phase, zur Pause hatte das Team aus Bascharage aber bereits 26 Gegentreffer kassiert. „Wir waren gewarnt“, sagte HBD-Coach Dusko Bilanovic nach dem Spiel. „Käerjeng ließ an den ersten drei Spieltagen aufhorchen. Wir waren sehr gut vorbereitet und begannen die Partie hoch konzentriert.“ Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren aber wie verwandelt aus den Kabinen. Plötzlich zeigten Jokic, Tironzelli und Co. eine ganz andere Körpersprache. Auch Torwart Serasset war endlich präsent und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Match. Der HBD-Trainer nahm allerdings schnell ein Time-out und gab seiner Mannschaft neue Anweisungen.

Statistik

Käerjeng: Serasset (1-15‘, 31-60‘, 11 P., davon 1 7m, 1 Tor), Poncelet (15–30‘, 3 P.) – Picco 1, Reta Battiston 4, Ahossi 3, Jokic 7/3, Huberty 3, Ferreira 1, Di Nicola, Hodzic 1, Veidig 2, Pamart 3, Tironzelli 4, Gomes 1, Kouni, Riggio 1
HBD: Herrmann (1-60‘, 13 P.), M. Lallemang (bei 1 7m) – Gerend, Seince, Barone, Köller 3, Mayer, Ilic 7/1, Zekan 9/1, Y. Lallemang 3, Schlesser, Goergen 5, I. Etute 9, Neuberg 2, Steffen, Y. Hippert 3
Schiedsrichter: Bierchen/Niederprüm
Siebenmeter: Käerjeng 3/3 – HBD 2/3
Zeitstrafen: Käerjeng 7 – HBD 3
Zwischenstände: 5‘ 1:4, 10‘ 3:11, 15‘ 6:16, 20‘ 7:20, 25‘ 11:22, 35‘ 18:27, 40‘ 19:29, 45‘ 22:31, 50‘ 26:33, 55‘ 29:37
Zuschauer: 198 (offizielle Angabe)

Käerjeng spielte aber nun mit viel Leidenschaft und Engagement. Im Gegensatz zur ersten Hälfte stimmte nun die Einstellung, die erhoffte Aufholjagd sollte ihnen aber nicht gelingen, dafür war der Rückstand zu groß. Düdelingen verwaltete seinen Vorsprung clever, konnte sich aber nicht erlauben, die jungen Talente einzuwechseln, Käerjeng war im zweiten Durchgang nämlich ein mehr als gleichwertiger Gegner.

Käerjeng hatte in der ersten Halbzeit stark zu kämpfen, zeigte nach der Pause aber Moral

Käerjeng hatte in der ersten Halbzeit stark zu kämpfen, zeigte nach der Pause aber Moral Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

„Druck war zu groß“

HBK-Coach Pascal Schuster war nach der ersten Saisonniederlage aber keineswegs verärgert. „Ich wusste, dass es nach dem guten Saisonstart irgendwann einen Rückschlag geben wird. Meines Erachtens waren vor dem Spiel der Druck und die Erwartungen zu hoch. Wir waren nicht präsent in der Abwehr und haben im Angriff nicht getroffen. Im ersten Abschnitt haben uns die Düdelinger eine Lektion erteilt, dennoch haben wir nach dem Dreh Moral gezeigt und die Köpfe nicht hängen lassen. Die Mannschaft wird aus diesem Spiel lernen. Ich freue mich bereits auf das nächste Meisterschaftsspiel am 7. Oktober in Esch“, grinste der Trainer.

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