Luxemburger im Ausland

Duarte darf sich zeigen

Luxemburg hat wieder einen Mann an vorderster Front der Bundesliga – zumindest übergangsweise. Nachdem sich Werder Bremen von Trainer Horst Steffen trennte, übernehmen die beiden Co-Trainer Christian Groß und der Luxemburger Raphael Duarte interimsmäßig die Mannschaft. Im deutschen Oberhaus erzielte Danel Sinani am Samstag sein drittes Saisontor.

Raphaël Duarte gibt dem Bremer Führungsspieler Jens Stage auf dem Fußballfeld taktische Anweisungen

Raphaël Duarte (l.) gibt dem Bremer Führungsspieler Jens Stage Anweisungen Foto: Imago/DeFodi Images

Werder Bremen hat sich nach nur 215 Tagen von Trainer Horst Steffen getrennt. Der Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga reagierte damit auf die Negativserie von zehn Spielen ohne Sieg. Nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt.

„Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird“, sagte Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz laut Mitteilung des Klubs.

Als Interimslösung werden vorerst die beiden Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß einspringen. „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden“, so Fritz, der auch bestätigte, dass das Ziel sei, eine externe Lösung zu finden.

Der 29 Jahre alte Luxemburger Raphael Duarte war im Sommer zusammen mit Steffen vom SV Elversberg in die Bundesliga nach Bremen gewechselt. Davor war er Videoanalyst und Co-Trainer bei der AS Nancy. Seine Trainerkarriere hatte in Canach begonnen. Bereits mit 22 Jahren war er Cheftrainer beim damaligen Ehrenpromotionär.

In der Startelf: Danel Sinani brachte den FC St. Pauli mit einem verwandelten Elfmeter in Führung. Der FC Augsburg entschied die Partie jedoch durch zwei Tore von Michael Gregortisch. Für den Spielmacher war es der dritte Saisontreffer.

Bereits am vergangenen Mittwoch fertigte Beveren Jong Genk mit 4:2 ab. Die Mannschaft von Kapitän Laurent Jans führt die zweite belgische Liga weiterhin souverän an und hat nach 21 Spieltagen noch keine Partie verloren.

Anthony Moris konnte die 2:3-Niederlage von Al-Khaleej gegen Al-Fayha nicht verhindern. Florian Bohnert und Bastia ergatterten einen Punkt (0:0) gegen Nancy, stehen aber weiterhin auf dem letzten Platz der Ligue 2.

Leandro Barreiro trat in der ersten portugiesischen Liga nach Redaktionsschluss mit Benfica gegen Tondela an.

Bei der 1:2-Niederlage der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach gegen Fortuna Köln stand Tiago Pereira 90 Minuten zwischen den Pfosten. Lucas Fox und der 1. FC Bocholt holten einen Punkt gegen Arminia Bielefeld (1:1).

Eingewechselt: In der zweiten deutschen Bundesliga wurde Aiman Dardari beim 2:1-Sieg von Greuther Fürth gegen Holstein Kiel rund eine halbe Stunde vor Schluss eingewechselt und durfte den Siegtreffer seiner Mannschaft mitfeiern. Mathias Olesen stand ein weiteres Mal nicht im Kader der Kleeblätter.

In Italien eilt Venezia von Sieg zu Sieg und ist mittlerweile Spitzenreiter der Serie B. An Samstag bezwang die Mannschaft von Seid Korac Carrares mit 2:1. Der Innenverteidiger wurde diesmal erst in der Schlussphase gebracht.

Tomas Moreira wurde bei der 1:2-Niederlage von Benfica B gegen Lusitania nur eingewechselt. Wie der Kicker vergangene Woche berichtete, soll der deutsche Zweitligist 1. FC Magdeburg starkes Interesse an einer Verpflichtung des 20-Jährigen zeigen.

In Aserbaidschan wurde Alessio Curci am Sonntag bei Neftci in der 77. Minute eingewechselt. Nur sieben Minuten später traf er zum zwischenzeitlichen 3:0 für seine Mannschaft, die sich am Ende mit 4:0 gegen Araz durchsetzte.

Ohne Einsatz: Trainer Luc Holtz und Waldhof Mannheim besiegten Viktoria Köln mit 3:1. Vincent Thill kam diesmal nicht zum Einsatz. Enes Mahmutovic sah das 2:2 zwischen NAC Breda und Twente Enschede von der Bank aus. Auch Yvandro Borges musste von der Bank zusehen, wie Heracles Almelo mit 2:1 gegen Fortuna Sittard gewann.

Vereinslos: Olivier Thill und Vahid Selimovic waren Stand 1. Februar vereinslos. Dies könnte sich jedoch bald ändern. Die Zukunft von Marvin Martins ist auch ungewiss. Der FC Winterthur will sich vom Luxemburger trennen. Zuletzt stand er nicht mehr im Aufgebot des Schweizer Super Ligisten. Wohin seine Reise gehen wird, ist noch ungewiss.

Im Trainingslager: Edvin Muratovic und sein neuer Verein Panevezys aus Lituaen beginnen die Saison am 28. Februar. Christopher Martins und Spartak Moskau befinden sich im Trainingslager in der Türkei. Die Rückrunde wird am 1. März aufgenommen. Für Dirk Carlson und SKN St. Pölten geht es am 20. Februar wieder los. Für Sébastien Thill und Stal Rzeszow beginnt die Rückrunde am 9. Februar.

Bei den Frauen: In der ersten deutschen Bundesliga stand Laura Miller (1. FC Nürnberg) bei der 0:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen 71 Minuten auf dem Platz.

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