Echternacher Triathlon

Die jungen Talente überzeugen: Souveräne Siege von Krombach und Ziekman im Sprint

Sebastian Ziekman und Linda Krombach heißen die neuen Meister über die Sprintdistanz. Beide Nachwuchstalente setzten sich am Sonntag souverän durch. Aber auch Inklusion wurde beim 40. Echternacher Triathlon großgeschrieben.

Sebastian Ziekman jubelt nach Sieg beim nationalen Sprinttitel in Echternach am Sonntag

Freude bei Sebastian Ziekman, der sich am Sonntag in Echternach souverän den nationalen Titel im Sprint geholt hat Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Sie gelten als große Talente des luxemburgischen Triathlons, und so wunderte es nicht, dass sich die beiden Junioren Sebastian Ziekman (Trispeed Mamer) und Linda Krombach (Swimming Luxemburg) am Sonntag bei den nationalen Sprintmeisterschaften in Echternach souverän durchsetzten. Es waren auch die beiden Namen, die beim Betrachten der Startliste sofort ins Auge sprangen.

Souveräne Talente

Dass es an diesem Sonntag rund um den Echternacher See keine Überraschung geben würde, wurde schnell deutlich. Ziekman, der in der letzten Woche seinen 18. Geburtstag feierte, stieg nach den 750 Metern Schwimmen zwar noch gemeinsam mit Tim Goergen (CAEG) nach 8:36 Minuten aus dem Wasser. Auf der Radstrecke, die durch einen giftigen kleinen Anstieg geprägt war, musste dieser jedoch recht schnell abreißen lassen, wie der neue Sprint-Meister im Ziel erklärte. „Von da an war ich alleine, was schade war. Ich musste also versuchen, mich gut einzuteilen, was mir aber ganz gut gelungen ist.“

Im abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf ließ der Trispeed-Athlet dann nichts mehr anbrennen und kam folglich mit der schnellsten Laufzeit aller Athleten – genau 16 Minuten – ins Ziel. „Der Laufparcours war komplett flach, das mag ich, und hat auch richtig viel Spaß gemacht“, gab Ziekman mit einem Lachen zu. Mit seiner Gesamtzeit 57:36 holte er sich damit zum zweiten Mal nach 2024 in seiner noch jungen Karriere den luxemburgischen Landesmeistertitel im Sprint. „Natürlich fehlten mit David Lang und Gregor Payet die großen Konkurrenten. Ich habe einfach versucht, das Rennen mehr als Trainingsrennen zu sehen und von Anfang an Vollgas zu geben, was auch geklappt hat. Deshalb bin ich auch sehr zufrieden“, sagte der Landesmeister mit einem Strahlen im Gesicht.

In dreieinhalb Wochen steht mit der Junioren-Europameisterschaft in Polen für das junge Talent nun das erste große Highlight der Saison auf dem Programm. „Darauf liegt derzeit der Hauptfokus. Danach geht es ins Höhentrainingslager für die WM im September.“

Junioren-EM als Ziel

Die Junioren-EM hat sich auch Linda Krombach als großes Ziel gesetzt, ein Rennen, bei dem sie kurz nach ihrem Armbruch im letzten Jahr, ohne richtige Vorbereitung, einen bemerkenswerten elften Platz geholt hatte. Dieses Mal hofft sie, dort noch ein Stückchen besser abzuschneiden. Dabei begann das Rennen für die 18-Jährige noch kurz mit einer kleinen Aufregung, denn sie startete nicht, wie sie dachte, mit der ersten, sondern drei Minuten später mit der Open-Gruppe.

Linda Krombach entschlossen und selbstbewusst bei einer öffentlichen Rede ohne Zweifel in der Haltung

Linda Krombach ließ keine Zweifel aufkommen Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Wie reif sie für ihr junges Alter aber ist, zeigte sich alleine schon darin, dass sie sich nicht weiter damit beschäftigte und ihr Rennen konzentriert durchzog. „Eigentlich war es schon witzig, den Leuten vor mir zuschreien zu müssen, dass sie Platz machen sollen“, meinte Krombach mit einem Schmunzeln im Ziel. Auch für die junge Triathletin war die Meisterschaft ein intensives Training für das, was in den kommenden Wochen noch kommt. „Die Bedingungen waren heute hervorragend, deshalb bin ich auch ganz zufrieden.“ Bereits nächstes Wochenende tritt sie mit der luxemburgischen Mixed-Staffel beim renommierten WTCS-Triathlon in Hamburg an.

Da kommt es gut, dass Linda Krombach derzeit etwas Zeit hat, durchzuatmen, denn seit Kurzem hat sie ihre „Première“ in der Tasche, auch wenn sich das für die ehrgeizige Sportlerin momentan doch noch komisch anfühlt. „Ich habe das Gefühl, dass ich wieder lebe“, sagte sie lachend. „Doch ich muss auch zugeben, dass es mir noch sehr schwerfällt, herunterzukommen. Die letzten Monate habe ich doch immer versucht, so zeitoptimierend wie möglich vorzugehen. Eigentlich würde ich am liebsten direkt anfangen zu studieren.“

Anderson Pinheiro beim siebten Triathlon, begleitet von Anfängern beim ersten Wettkampf im Triathlonsport

Für Anderson Pinheiro war es bereits der siebte Triathlon, für seine Begleiter der erste Foto: Jenny Zeyen

Inklusion im Mittelpunkt

Bei der 40. Auflage des Echternacher Triathlons waren es aber nicht nur die neuen Sprintmeister, die im Ziel eine Menge Applaus bekamen. Erstmals wurde gemeinsam mit „Back to Sport“ auch ein inklusives Rennen ausgetragen. Unter ihnen auch Anderson Pinheiro, der erstmals von seinen beiden Begleitern Lorenzo Vallico und Angelo Milanesi auf dem Parcours begleitet wurde. Während Pinheiro im Ziel glücklich war, dass er bereits seinen siebten Triathlon bestreiten durfte und ihm der ganze Wettbewerb richtig gut gefallen hat, war es für seine Teamkollegen eine Premiere. „Er hat uns da noch ganz viel beigebracht“, sagten sie im Ziel. Gewinner, das waren sie an diesem Tag alle.

Triathlon-Teilnehmer mit Behinderung beim inklusiven Sportevent am Sonntag, Fokus auf Inklusion im Sport
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Inklusion wurde am Sonntag beim Triathlon großgeschrieben

© Fotos: Editpress/Jean-Jacques Patricola

Para- und Back-to-Sport-Athleten mit Begleitern beim Training für inklusive Sportförderung
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Unterstützt wurden die Para- und Back-to-Sport-Athleten von mehreren Begleitern
Fliegender Wechsel beim Staffelwechsel vor dem Einstieg in den Laufparcours beim Triathlon
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Fliegender Wechsel vor dem Umsteigen auf den Laufparcours
Zwei Personen steigen gemeinsam aus klarem Wasser, Sommer, Freizeit, Natur, Outdoor-Aktivität, Entspannung
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Gemeinsam aus dem Wasser

Ergebnisse

Sprint:
Herren: 1. Sebastian Ziekman (Trispeed Mamer) in 0:57:36 Stunden, 2. Emile Vanolst (Trispeed Mamer) 0:59:21, 3. Tim Goergen (CAEG) 1:00:50, 4. Jan Steiner (Celtic Diekirch) 1:01:16, 5. Tim Steiner (Celtic Diekirch) 1:01:53
Damen: 1. Linda Krombach (Swimming Luxemburg) 1:04:46, 2. Manon Schiltz (CAEG) 1:13:15, 3. Camille Noël 1:17:59, 4. Sheila Recken 1:23:48, 5. Laura Czekanowicz (CAPA Ettelbrück) 1:24:10

Internationaler Triathlon (olympische Distanz):
Herren: 1. Vincent Brizion (F) 2:08:37, 2. Sébastien Laurier (F) 2:12:14, 3. Jo Kaufmann (L) 2:17:08, 4. Nelis Pex (B) 2:19:48, 5. Felix Girst (L) 2:22:49
Damen: 1. Haitske Overbeek (NL) 2:29:37, 2. Charline Barbalonga (F) 2:37:55, 3. Deborah van Gossum (B) 2:38:51, 4. Sophie Traisnel (F) 2:42:53, 5. Sally Dickes (L) 2:44:49

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