Handball
Die ersten Ausrufezeichen sind gesetzt: Red Boys und Käerjeng feiern Supercup-Sieg
Die Red Boys haben am Samstag mit einem 33:30-Sieg im Supercup ihren Favoritenstatus für die neue Saison untermauert. Bei den Damen setzte Käerjeng dagegen ein Ausrufezeichen und bezwang Favorit Düdelingen klar mit 25:17.
Die Red Boys senden einen ersten Fingerzeig an die Konkurrenz Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
„Besser kann man nicht beginnen.“ Red-Boys-Kapitän Guillaume Ballet brachte es am Samstagabend, kurz nachdem er mit seiner Mannschaft die Supercup-Trophäe in die Höhe gestemmt hatte, auf den Punkt. „Wir wollten diesen Titel unbedingt. Das gibt uns ein Maximum an Selbstvertrauen.“ Der erste Titel der Saison ist zugleich ein Fingerzeig an die Konkurrenz. Der amtierende Meister geht als Favorit auf die eigene Nachfolge in die neue Spielzeit - und lieferte im Duell Meister gegen Pokalsieger zumindest in der ersten Halbzeit eine Kostprobe dessen, was in der Mannschaft steckt.
Mit viel Tempo, hoher Intensität und einer geschlossenen Teamleistung lagen die Differdinger kurz nach der Pause schon komfortabel mit acht Toren vorne (20:12). Dabei überzeugten besonders auch die beiden Neuzugänge Moualek und Peltier. Einziger Wermutstropfen bis dahin: Torhüter Jarrar konnte nach einem Kopftreffer in der 21. Minute nicht mehr weitermachen.
Vor allem die erste Halbzeit war von hoher Intensität geprägt Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
In der zweiten Halbzeit flachte die Intensität dann ab. Esch kam besser in die Partie, stellte die Differdinger mit einer offensiveren Abwehr vor Probleme und konnte sich noch einmal bis auf drei Tore zurückkämpfen. Mehr ließ der Meister jedoch nicht zu. Am Ende setzten sich die Red Boys mit 33:30 durch.
„Wir haben eine sehr seriöse erste Halbzeit gespielt, mit einer enormen Intensität. Die Geschlossenheit der Mannschaft war dabei mindestens genauso wichtig wie die Intensität“, bilanzierte Ballet. „Insgesamt war es sehr stimmig. Das macht Hoffnung für die nächsten Spiele. Man darf aber natürlich nicht vergessen, dass wir noch in der Vorbereitung sind. Auch wenn es jetzt der erste Titel ist, ist unsere Arbeit noch nicht abgeschlossen.“ Eine Aussage, die wie eine Warnung an die Konkurrenz klingt.
Statistik - Herren
Red Boys - Esch 33:30 (19:12)
Red Boys: Jarrar (1-21‘, 5 Paraden), Felici (21-59‘, 10 P.), Garcia (59-60‘) - Nanque 1, Tako 6/3, Goedert 5, Meyffret, Ballet 3, Moualek 2, Jean Louis 2, Murera, Rac 2, Guerreiro, Leleux, Ouzrour 5, Peltier 7
Esch: Menster (1-30‘, 52-60‘, 3 P.), Figueira (30-52‘, 1 P.) - Kirsch 3, Krier 2, Goehler, Penning, Muric, Fancelli 3, Robyn, Cabral 6/3, Clemente 1, Tomassini 2, Barkow 5, Werdel 3, Aranda 5, Vitali
Schiedsrichter: De Waha/Morim
Zeitstrafen: Red Boys 5 - Esch 5
Siebenmeter: Red Boys 3/3 - Esch 3/3
Zwischenstände: 5‘ 4:2, 10‘ 7:5, 15‘ 10:7, 20‘ 14:8, 25‘ 16:11, 30‘ 19:12, 35‘ 21:15, 40‘ 24:17, 45‘ 26:20, 50‘ 30:24, 55‘ 31:27
Zuschauer: 612 zahlende
Käerjeng nimmt Revanche
Käerjeng verteidigte seinen Supercup-Titel Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Bei den Damen war der Supercup derweil eine Angelegenheit mit besonderer Vorgeschichte. Drei Monate nach dem bitter verlorenen Ligafinale im Siebenmeterwerfen gegen den HBD bekam Käerjeng die Gelegenheit zur Revanche - und nutzte sie eindrucksvoll. Mit 25:17 setzten sich die Käerjengerinnen am Samstag durch. „Die Niederlage im Finale letzte Saison hat richtig wehgetan. Das vergisst man auch nicht so schnell. Ich denke, alle Spielerinnen, die das Finale miterlebt haben, hatten das im Hinterkopf“, so Tea Galic. „Das war eine zusätzliche Motivation.“
Dabei war Käerjeng als Außenseiter in den Supercup gegangen. Düdelingen gilt mit seinen Verstärkungen im Sommer als Topfavorit in der neuen Saison. Käerjeng musste hingegen mehrere Abgänge verkraften und hat nun einen kleineren Kader. „Heute hat aber nicht das Individuelle den Unterschied gemacht“, sagte Galic. „Was den Unterschied gemacht hat, ist, dass wir ein Team waren und bis zur letzten Sekunde zusammen gekämpft haben.“
Der HBD fand keinen Zugriff auf Daria Milek und Co. Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Käerjeng trat von Beginn an mit der richtigen Körpersprache auf. Die favorisierten Düdelingerinnen blieben vieles schuldig. Sie fanden weder im Angriff noch in der Abwehr die richtigen Lösungen. Bereits der Start in die Partie war denkbar schlecht für den HBD. Käerjengs Torhüterin Huberty packte gleich wichtige Paraden aus, vorne brachten Milek mit den vier ersten Toren der Partie und Neuzugang Colunga den Pokalsieger mit 5:0 in Führung. HBD-Coach Molitor reagierte bereits in der siebten Minute mit einem Timeout. Scheuren, die im Sommer von den Red Boys gekommen ist, erzielte erst eine Minute später das erste Düdelinger Tor zum 1:5.
Den Vorsprung gab Käerjeng über die gesamte erste Halbzeit aber nicht mehr her. Nach dem Seitenwechsel drohte der HBD dann kurz, den Hebel umzulegen, und kam in der 37. Minute bis auf zwei Tore ran (13:15). Doch danach übernahmen die Pokalsiegerinnen wieder die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Zehn Minuten vor Schluss kratzen sie am Zehn-Tore-Vorsprung (14:23) und sorgten für die Vorentscheidung.
Statistik - Damen
HBD - Käerjeng 17:25 (8:12)
HBD: Hoe (1-60‘, 12 Paraden, davon 2 7m) - Ciufoli 1, Dickes 5/5, Jominet, Willems 3, Steffen, Kupke, Dautaj, Gambini 3, Wirtz 2/1, Salvucci 1, Scheuren 1, Zamfir, Caruso 1, Gomes
Käerjeng: Huberty (1-58‘, 12 P.), Scaccia (58-60‘, 2 P.) - Galic 2, Colunga 3, Milek 8, Reiter 1, Parisot, Medeiros, Borrelli 2, Jentges 1, Melchior 1, Thiry 2, Kirtz 5/3
Schiedsrichter: Bierchen/Weinquin
Zeitstrafen: HBD 3 - Käerjeng 2
Siebenmeter: HBD 6/7 - Käerjeng 3/5
Zwischenstände: 5‘ 0:3, 10‘ 1:5, 15‘ 2:7, 20‘ 4:9, 25‘ 6:11, 30‘ 8:12, 35‘ 12:15, 40‘ 14:17, 45‘ 14:20, 50‘ 15:24, 55‘ 16:24
Zuschauer: 376 zahlende
FLH präsentiert neues Logo
Im Rahmen seiner außerordentlichen Generalversammlung hat der nationale Handballverband (FLH) am Samstag seine neue visuelle Identität präsentiert - inklusive eines neuen Logos. Das alte Design wird durch ein modernes Logo ersetzt, das den „Roten Löwen“ mit einem Handball verbindet.