Sportpolitik
Die Problematik der „contrats de louage“: Mischo-Projekt lässt auf sich warten
Es geht um Beträge in schwindelerregender Höhe: Solange das Luxemburger Gesetz keine Lösung für den Sonderstatus von Sportlern präsentiert, die einen „contrat de louage de service“ unterschrieben haben und monatlich mehr als den Mindestlohn verdienen, wird vor Gericht gestritten werden. Konkret stellt sich nämlich noch immer die Frage, ob sie damit nun Angestellte eines Vereins oder doch selbstständig sind – und wer am Ende für die ausstehenden Sozialversicherungskosten aufkommen muss.
Die Regierung lässt Sportler weiter hängen – ob Vereine oder Athleten für die Sozialversicherung aufkommen müssen, bleibt unklar Grafik: Editpress/Kim Kieffer
Sportminister Georges Mischo ist nicht der erste, der sich an das Thema Sportlerstatus heranwagt. Seine Vorgänger hatten den Ernst der Lage zwar wohl erkannt, doch gelöst ist das Problem Ende 2024 noch immer nicht. Die Zahl der Betroffenen hat drastisch zugenommen: Bis zu 100 Athleten, meist aus den Kollektivsportarten, sollen in Luxemburg monatlich von ihren jeweiligen Vereinen Summen überwiesen bekommen, die über dem aktuellen unqualifizierten Mindestlohn liegen (2.570,93 Euro brutto) – doch ihr eigentlicher Status ist weiterhin ungeklärt. Sind sie in dieser Konstellation noch Angestellte des Vereins oder doch Selbstständige sprich „Profisportler“?