Handball

Die Jagd auf Platz eins: Welche Schlüsselspieler den Ausschlag geben können

Am Samstag beginnt die Rückrunde der AXA-League-Titelgruppe – und die Entscheidung um den Meistertitel spitzt sich zu. Die Red Boys gehen mit einem knappen Vorsprung von drei Punkten auf den HBD in die letzten fünf Saisonspiele. Rein rechnerisch ist auch Berchem als Tabellendritter mit sechs Punkten Rückstand noch im Rennen, wenngleich die Chancen sehr gering sind. In den kommenden Wochen könnten vor allem einige Schlüsselspieler den Ausschlag geben.

Enzo Jean Louis beim Training, zeigt verbesserte Fitness und gesteigerte körperliche Formentwicklung

Enzo Jean Louis kommt immer besser in Form Foto: Editpress/Fernand Konnen

1. Red Boys (33 Punkte)

Die Red Boys führen die Tabelle mit 33 Punkten an. In der laufenden Saison mussten sie sich in der AXA League lediglich einmal geschlagen geben und spielten dreimal unentschieden – alle übrigen Partien konnten die Differdinger für sich entscheiden. Grundlage des Erfolgs ist vor allem die mannschaftliche Kampfbereitschaft – eindrucksvoll unter Beweis gestellt bei der Aufholjagd gegen Düdelingen, als ein Vier-Tore-Rückstand in den Schlussminuten noch egalisiert wurde. Mit nur 151 Gegentoren stellen die Red Boys zudem die stabilste Defensive der Titelgruppe. Offensiv sorgt zuletzt insbesondere Enzo Jean Louis mit spektakulären Treffern aus dem Rückraum für Akzente. Nach verletzungsbedingter Pause scheint der Mentalitätsspieler rechtzeitig zur entscheidenden Phase wieder in Bestform zu sein. Auch Neuzugang Lucas Meyffret steigert sich kontinuierlich. Zu den verlässlichsten Leistungsträgern zählt darüber hinaus Ilian Goedert, der sowohl im Positionsangriff als auch im Tempospiel konstant Torgefahr ausstrahlt.

2. HB Düdelingen (30)

Während der Tabellenführer Red Boys die beste Abwehr der Saison stellt, hat der HBD mit 198 erzielten Toren den besten Angriff in der Titelgruppe. Eine zentrale Rolle spielt Nationalspieler Itua Etute, der mit 54 Toren Rang zwei der Liga-Torschützenliste belegt. Mit Aldin Zekan und Josip Ilic stehen zwei weitere HBD-Akteure unter den Top fünf. Insbesondere Ilic präsentiert sich in dieser Saison wieder in starker Verfassung. Flexibel einsetzbar, übernimmt er nach dem studienbedingten Abgang von Fynn Köller auch Verantwortung auf der rechten Außenbahn – und zeigt sich dort ebenso treffsicher. Am Kreis sorgt Loris Labonté regelmäßig für Durchschlagskraft und Torhüter Mika Herrmann ist an einem guten Tag schwer zu überwinden. Eine Schlüsselrolle kommt zudem Ojié Etute zu, der in der Hinrunde der Titelgruppe verletzungsbedingt nur zwei Einsätze absolvierte, aber sowohl offensiv als auch defensiv ein entscheidender Faktor ist. In Bestbesetzung ist Düdelingen nur sehr schwer zu schlagen.

Josip Ilic in Aktion während einer starken Fußballsaison auf dem Spielfeld

Josip Ilic spielt eine starke Saison Foto: Editpress/Jeff Lahr

3. HC Berchem (27)

Für den HC Berchem bleibt im Titelrennen vor allem die theoretische Chance. Sechs Punkte Rückstand auf die Spitze lassen nur noch wenig Spielraum, dennoch könnten die Roeserbannner im Saisonendspurt eine entscheidende Rolle spielen – insbesondere als möglicher Stolperstein für die direkten Konkurrenten. Düdelingen ist im Kampf um die Meisterschaft auf Schützenhilfe angewiesen und dürfte dabei auf Unterstützung aus Berchem hoffen. Allerdings steht zunächst das direkte Duell an: Sollte Düdelingen am Samstag gegen den HCB verlieren und die Red Boys parallel ihre Pflichtaufgabe gegen Käerjeng erledigen, dürfte eine Vorentscheidung im Titelrennen gefallen sein. Der Fokus der Berchemer richtet sich inzwischen verstärkt auf den Pokal, wo die Titelverteidigung oberste Priorität genießt. Dafür braucht es das Kollektiv – und formstarke Schlüsselspieler. Allen voran Raphael Guden, mit 50 Treffern bester Schütze seines Teams in der Titelgruppe. Auch Torhüter Kell Meyers überzeugt mit einer starken Saison und kann mit herausragenden Leistungen Spiele entscheiden. Zudem kommt Dragan Vrgoc am Kreis immer besser in Fahrt. Das Duell mit Düdelingen dient somit auch als wichtiger Gradmesser im Hinblick auf das anstehende Final Four.

Damen: Wer folgt Käerjeng ins Finale?

Die Handballerinnen des HB Käerjeng haben sich am Dienstag als erstes Team das Finalticket in der AXA League gesichert. Auf wen die amtierenden Meisterinnen im Endspiel treffen werden, entscheidet sich am Samstag (18.00 Uhr) zwischen dem HBD und den Red Boys. Nach einem deutlichen 36:18-Erfolg der Differdingerinnen im ersten Spiel und einem knappen 21:20-Sieg des HBD in Spiel zwei kommt es in Düdelingen in der Best-of-three-Serie zum entscheidenden dritten Duell.

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