Sportpolitik
Der verlorene Glanz: Vom Aufstieg und Niedergang des ungarischen Fußballs
Ungarn war einmal eine Weltmacht – im Fußball. Zweimal Vizeweltmeister und dreimal Olympiasieger stehen im Palmarès der Magyaren ganz oben. Der Sport, vor allem der Fußball, wurde von Viktor Orbán politisch instrumentalisiert und großzügig gefördert. Wie es damit weitergeht, bleibt offen.
Beim Bau der etwa 67.000 Zuschauer fassenden Puskás Aréna gab es Steuererleichterungen für die beteiligten Firmen Foto: Stefan Kunzmann
Eine Fahrt durch Budapest führt unter anderem an Fußballstadien vorbei, die so berühmte Namen wie die von Ferenc Puskás und Nándor Hidgkuti tragen, zwei der großen Spieler aus jener Goldenen Elf, die 1954 als beste der Welt galt und damals sensationell der westdeutschen Mannschaft im Finale beim Wunder von Bern mit 2:3 unterlag.
Der noch amtierende ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der am vergangenen Sonntag mit seiner Partei Fidesz deutlich die Parlamentswahl verlor, wollte selbst einmal Fußballer werden. Doch er war nur mäßig talentiert. Seine Technik ließ zu wünschen übrig, und er spielte zu hart bis überhart. Ein Raubein, würde man sagen. Wie in der Politik.