Tennis

Der letzte Aufschlag: Alex Knaffs Abschied auf der Davis-Cup-Bühne

Wenn Alex Knaff am 18. und 19. September in der Coque auf den Court tritt, wird es weit mehr als ein weiteres Davis-Cup-Wochenende sein. Es wird sein Abschied. Ein bewusst gewählter und sicherlich emotionaler Abschied, denn elf Jahre nach seinem Davis-Cup-Debüt soll sich der Kreis schließen: zu Hause, vor eigenem Publikum, gegen eine große Tennisnation.

Für Alex Knaff beginnt ein neuer Lebensabschnitt

Für Alex Knaff beginnt ein neuer Lebensabschnitt Foto: privat

Alex Knaffs Davis-Cup-Geschichte beginnt 2015. Die Partie der Gruppe 2 in Howald war längst entschieden, als der damals 17‑Jährige im letzten Einzel gegen Tihomir Grozdanov ran durfte. „Bulgarien war eine echte Hausnummer. Sie hatten Grigor Dimitrov im Team“, erinnert er sich. Dimitrov war zu dem Zeitpunkt Nummer 16 der Weltrangliste und damals schon ein gehypter Star. Knaff selbst bekam die Chance nicht, doch seine Teamkollegen durften sich mit ihm messen: Gilles Kremer im Einzel und später Kremer mit Mike Scheidweiler im Doppel.

Ein Jahr später traf er dann selbst auf einen gigantischen Namen: Casper Ruud, ein kommender Topspieler, der heute zur Weltspitze gehört. Seit diesem Moment gehörte Knaff praktisch jedes Jahr zum festen Kern des Teams, nur eine Verletzung stoppte ihn einmal. Er war nie der Spieler, der sich wegduckt, so sind die Erinnerungen zahlreich und die Emotionen groß. Besonders hängen geblieben ist der Sieg im Frühjahr 2023 gegen Südafrika in Esch. Ein mentaler Marathon. „Das war wie ein Traum für mich. Ich habe neun Sätze in 24 Stunden gespielt und den entscheidenden Punkt geholt.“

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