„Subside qualité+“

Das unsichtbare Raster: Darum haben rund 900 Luxemburger Sportvereine keine Anträge gestellt

Im großen Tageblatt-Interview mit Sportminister Georges Mischo wurde vergangene Woche eine Zahl angesprochen, die Fragen aufwirft. Warum haben von den 1.300 Luxemburger Sportklubs nur 400 die Formulare für den „Subside qualité+“ eingereicht? 

Es ist wenig überraschend, dass die Fußballvereine ein Viertel der gesamten Anträge eingereicht haben

Es ist wenig überraschend, dass die Fußballvereine ein Viertel der gesamten Anträge eingereicht haben Foto: Editpress/Didier Sylvestre

„Über die Gründe hat das Sportministerium keine Kenntnis.“ Kurz und knapp war die Formulierung von Georges Mischo in einer parlamentarischen Antwort vom Dezember 2024. So pauschal lässt sich das Thema aber nicht abfertigen. Denn: Von den 1.287 Sportvereinen haben nicht alle ein Anrecht auf das „Subside qualité+“. Um überhaupt förderungsfähig zu sein, müssen die Vereine eine Reihe von Kriterien erfüllen (siehe Kasten). Dazu gehört die wichtigste Bedingung, die besagt, dass im Jugendbereich qualifizierte Trainer eingesetzt werden müssen. Gleichzeitig kommen nur Sportvereine infrage, die einem Verband angehören, der als Wettkampfsportart auch aktiv an Turnieren oder Meisterschaften teilnimmt. So fallen also schon einmal eine ganze Menge Vereine durch das Raster – ohne dass diese Zahl im Moment irgendwie erfasst werden kann.

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