Coupe de Luxembourg
Das Familienduell der Baudrys ging diesmal an den Vater
Für die Familie Baudry war das Endspiel ein besonderes Ereignis. Während Vater Olivier seit Ende März als Co-Trainer beim FC Déifferdeng 03 in der Verantwortung steht, schnürt sein Sohn Corentin seit dieser Saison die Fußballstiefel in Rosport. In der letzten Spielzeit waren beide noch beim SC Bettemburg (als Trainer und Spieler) aktiv und konnten den Abstieg in die Ehrenpromotion nicht vermeiden.
Nach Spielende waren die Rivalitäten bereits wieder beiseite gelegt worden Foto: Editpress/Gerry Schmit
Während Corentin in der Mannschaft von Trainer Martin Forkel seine neue fußballerische Heimat fand, nahm sein Vater Olivier eine Auszeit vom Fußball. „Während zehn Monaten habe ich fast alle Spiele meines Sohnes gesehen, weil ich immer hingefahren bin, auch auswärts. Ich habe versucht, so oft wie möglich zuzuschauen, da ich Zeit hatte. Ich habe sie also gut verfolgt.“ Dass der Co-Trainer die gegnerische Defensive gut kannte, sah er nicht als Vorteil: „Sie haben ihre eigene Spielweise, ihre Mentalität und einen großartigen Teamgeist bei Rosport. Sie sind eine richtig gute Gruppe von Freunden, und das spielt ebenfalls eine Rolle.“ In den Augen des Co-Trainers ging es darum, „die Müdigkeit und den Stress der Saison ein wenig zu vergessen, um bei einem Finale um den Luxemburger Pokal etwas Besonderes zu erreichen.“
Obwohl sich beide nun im Finale der Coupe de Luxembourg gegenüberstanden, hat sich an den Abläufen zu Hause nicht viel verändert. „Wir haben uns am Sonntag gesehen, sonst nicht viel. Wenn wir als Familie zusammen sind, sprechen wir nicht unbedingt darüber. Wir wollten dieses Thema auch nicht ständig der ganzen Familie aufzwingen. Zwischen Arbeit und Training vergeht die Zeit schnell. Wir sehen uns also nicht besonders oft, aber wir wussten beide, dass es für uns ein wichtiger Tag wäre.“