Parlamentarische Anfrage
Dan Kersch zur Impfung von Tokio-Teilnehmern: „Priorisierung ist nicht angebracht“
Knapp vier Monate vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Tokio hat sich weltweit eine Diskussion rund um eine Corona-Impfung der Olympioniken entfacht. Die allgemeine Frage der Debatte ist dabei, ob Olympia-Teilnehmer zur priorisierten Impfgruppe gehören sollen. Die Abgeordnete Nancy Arendt hat dazu eine parlamentarische Frage gestellt, die gestern von Sportminister Dan Kersch beantwortet wurde.
Laut Dan Kersch sollen Olympioniken derzeit noch nicht zur priorisierten Impf-Gruppe gehören Foto: Editpress/Julien Garroy
Seit Monaten werben das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Gastgeber dafür, dass sich möglichst viele Sportler vor der Reise zu den Spielen impfen lassen. Dem britischen Telegraph zufolge wollen die Olympia-Macher mithilfe der Weltgesundheitsorganisation Corona-Impfungen für Tokio-Teilnehmer aus ärmeren Ländern sicherstellen. Eine Impfpflicht hat das IOC bislang ausgeschlossen, doch laut der britischen Tageszeitung beraten die beiden Organisationen im Rahmen des Covax-Projekts für Entwicklungsländer auch darüber, ob Sportler geimpft werden können. „Ich denke, sie werden weiter daran arbeiten, dass sie den Impfstoff so weit wie möglich für die Leute verfügbar machen werden, die nach Japan kommen. Für uns ist das wichtig“, wurde der Geschäftsführer des britischen NOK, Andy Anson, zitiert.