Volleyball

Chris Zuidberg und Lorentzweiler wollen neue Erinnerungen schaffen

21 Jahre nach dem bislang größten Erfolg des Klubs bietet sich dem VC Lorentzweiler im Pokal-Final-Four die Chance auf ein neues Kapitel Vereinsgeschichte. Chris Zuidberg kämpft auch für jene, die im Hintergrund arbeiten.

Chris Zuidberg und Lorentzweiler feiern dritten Platz in der Meisterschaft mit Pokal und Medaillen

Chris Zuidberg und Lorentzweiler belegen in der Meisterschaft den dritten Platz Foto: Editpress/Gerry Schmit

An das Jahr 2005 erinnert man sich beim VC Lorentzweiler gerne zurück. Damals sicherte sich die Herrenmannschaft mit dem Gewinn der Meisterschaft den bislang letzten und zugleich einzigen Titel der Vereinsgeschichte. Doch mit den Jahren ist die Erinnerung verblasst. „Der Titel ist so lange her, dass, bis auf ein paar Komitee-Mitglieder oder Leute wie ich, die seit klein auf dabei sind und eine Familiengeschichte im Klub haben, kaum noch jemand einen direkten Bezug dazu hat“, sagt Chris Zuidberg.

Für den 31-Jährigen und seine Teamkollegen bietet sich im Final Four des Pokals nun die große Chance, dem Verein den nächsten, lang ersehnten Titel zu schenken und neue Erinnerungen zu schaffen. „Einerseits will man das für den eigenen Ehrgeiz“, sagt Zuidberg. „Andererseits will man dem Verein, in dem man zufrieden ist, auch etwas zurückgeben. Man spielt für sich, für die Mannschaft und für all jene, die im Hintergrund viele Stunden arbeiten und oft vergessen werden. Am Wochenende spiele ich auch für sie.“

Zunächst wartet am Freitag im Halbfinale (18.30 Uhr) der Escher VBC. Im Laufe der Meisterschaft hat Lorentzweiler den Gegner bereits zweimal klar mit 3:0 bezwungen. Zuidberg und Co. gehen als klarer Favorit in das Duell gegen den Play-down-Teilnehmer.

Auf die leichte Schulter nehmen die Lorentzweiler den Gegner aber nicht. „Wir wissen nicht genau, wie Esch auftreten wird. Es ist das Final Four, sie werden alles herausholen, was möglich ist. Zudem waren sie in den Ligaspielen gegen uns wegen Verletzungen nie zu 100 Prozent komplett“, so Zuidberg. „Das heißt, wir müssen erst einmal am Freitag unseren Job machen, bevor wir weiterdenken. Wir gehen das Spiel mit dem nötigen Respekt an. Für mich macht man das, indem man sich nicht zurückhält.“

„Je nach Tagesform kann jeder gegen jeden gewinnen“

Im möglichen Finale am Samstag träfe Lorentzweiler anschließend auf den Sieger der Partie Fentingen gegen Bartingen. Auffällig: Die dominierende Mannschaft der vergangenen Jahre ist nicht mehr im Rennen. Strassen, das zuletzt fünfmal in Folge das Double aus Meisterschaft und Pokal geholt hat, schied bereits im Achtelfinale gegen Diekirch aus. Vor einem Jahr war Lorentzweiler im Halbfinale noch mit 1:3 am späteren Pokalsieger gescheitert.

Einen Vorteil für die andere Mannschaft sieht Zuidberg im Fehlen des Seriensiegers jedoch nicht. „Die Karten wurden dieses Jahr insgesamt neu gemischt. Die ersten vier Mannschaften sind enger zusammengerückt. Je nach Tagesform kann jeder gegen jeden gewinnen“, sagt er. „Ich denke, dass wir auch in den letzten Jahren auf dem Papier nicht so weit weg waren, wie es am Ende aussah. Die Tagesleistung fehlte einfach.“ Diese gilt es diesmal abzurufen.

Und nachdem Lorentzweiler am Anfang der Saison aufgrund einiger Wechsel im Team, Zeit brauchte, um sich einzuspielen, sieht Zuidberg seine Mannschaft nun bereit für die entscheidende Phase der Saison. „Ich kucke sehr positiv auf unsere Entwicklung und habe im Moment nicht das Gefühl, dass wir von irgendwas gebremst werden können“, so der Nationalspieler. „Wir gehen daher mit hohen Erwartungen in das Final Four, aber wohlwissend, dass es nicht einfach werden wird.“

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