Tokyo 2020
Charel, der Furchtlose: Für Grethen gibt es keine Grenzen, deshalb steht er jetzt im Finale
Charel Grethen hat bei Olympia mit seinem Finaleinzug über die 1.500 m Luxemburger Sportgeschichte geschrieben. Dass gerade ihm dieser Coup gelungen ist, wundert in der Leichtathletik-Szene keinen. Grethen sieht keine Grenzen und wird auch das Finale am Samstag um 13.40 Uhr MESZ so angehen.
Charel Grethen hat bereits Luxemburger Sportgeschichte geschrieben Foto: Gerry Schmit
Eigentlich wollte Justin Gloden am vergangenen Donnerstag einen Ruhetag einlegen. Nach dem Finaleinzug von Charel Grethen war er aber so aufgeregt, dass er sich doch noch dazu entschloss, seine Obstwiese zu mähen. „Die Leistung von Charel ist einfach sensationell. Nach meiner eigenen aktiven Karriere ist dies das Schönste, was ich in der Leichtathletik erlebt habe“, so Gloden im Gespräch mit dem Tageblatt. Als „komplett verrückt“ bezeichnet Leichtathlet Pol Mellina die Leistung von Grethen. Der Mittelstreckenläufer Bob Bertemes, der regelmäßig mit Grethen trainiert, hat sich das Rennen mit Freundin Vera Hoffmann am Computer angeschaut. „Der Laptop flog vor Freude fast durchs Zimmer. Das war einfach Wahnsinn!“