Champions League

Bloß nicht wieder 0:7: Demichelis muss Haaland stoppen

Martín Demichelis und RB Leipzig brauchen dringend Punkte für das Weiterkommen in der Champions League. Doch ausgerechnet jetzt kommt Erling Haaland.

Als Manchester City das letzte Mal gegen Leipzig spielte, traf Erling Haaland fünfmal

Als Manchester City das letzte Mal gegen Leipzig spielte, traf Erling Haaland fünfmal Foto: dpa/Martin Rickett

Martín Demichelis weiß, wie man eine Tormaschine vom Schlage Erling Haalands stoppt. Immerhin hat sich der frühere Weltklasse-Innenverteidiger einst mit Ikonen wie Thierry Henry, Wayne Rooney oder Ruud van Nistelrooy epische Schlachten geliefert. Nur grätscht, köpft und deckt der Trainer von RB Leipzig beim Champions-League-Kracher gegen Manchester City nicht mehr selbst.

Irgendwie muss der Coach seinen Spielern das Geheimnis zur Kaltstellung von Citys Star-Torjäger Haaland vermitteln. Ansonsten wird RB am Mittwoch (21.00 Uhr) im Kampf um das Weiterkommen in der Königsklasse schwer ins Hintertreffen geraten. Nach nur einem Sieg aus den bisherigen drei Spielen und der jüngsten 1:4-Klatsche bei Real Madrid wären Punkte mehr als hilfreich.

„Das ist ein Top-Team, eines der besten in Europa. Das wird eine gute Herausforderung“, sagte Antonio Nusa, der sich hoffnungsvoll geben kann, schließlich war er im Gegensatz zu seinen Mitspielern um Willi Orban am 14. März 2023, der einem einzigen Albtraum glich, noch nicht dabei. Fünfmal suchte Haaland Leipzig in dieser Nacht von Manchester heim, an deren Ende RB mit 0:7 bloßgestellt und im Achtelfinale ausgeschieden war.

Trainerdebatte

Drei Jahre später kann Demichelis immerhin auf Insider-Informationen von Nusa setzen, der Haaland bestens aus der norwegischen Nationalmannschaft kennt. Im Sommer waren sie gar gemeinsam bis ins WM-Viertelfinale gerudert. Das Treffen mit seinem Landsmann werde „Spaß machen“, so Nusa. Haaland sei ein „großartiger Typ“. Natürlich freue sich Leipzigs bislang bester Spieler der Saison – fünf Tore und sieben Vorlagen legte er bislang in 13 Pflichtspielen auf – auf das Duell, von dem er selbstverständlich hoffe, dass RB es für sich entscheiden könne.

Das wäre wahrlich ein Statement – vor allem für Demichelis, über dessen Jobsicherheit seit dem Amtsantritt im Sommer immer wieder öffentlich diskutiert wurde. Mit zuletzt zwei Ligasiegen gegen SV Elversberg (4:0) und Schalke 04 (2:0) sowie dem Achtelfinaleinzug im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen (2:1) hat sich der 45-Jährige ein bisschen Ruhe verschafft. Dadurch kann er dem Wiedersehen mit den Citizens, für die er von 2013 bis 2016 gespielt hatte, gelassener entgegenblicken.

Es wirkt jedoch, als wäre Leipzig nur ein paar Pleiten von der nächsten Trainerdebatte entfernt. (SID)

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