ALIS-Vizepräsidentin Marie-Paule Hoffmann

„Bedauerlich, wenn ein Sportverband ausschließlich von Männern geführt wird“

Marie-Paule Hoffmann ist seit Jahren mit großer Leidenschaft in der Luxemburger Sportszene engagiert – und eine starke Stimme für Frauen. Wie die Vizepräsidentin der „Agence Luxembourgeoise pour l’Intégrité dans le Sport“ (ALIS) die Situation der Frauen in Führungspositionen im Sport sieht, erklärte die Funktionärin im Interview.

Marie-Paule Hoffmann ist nicht überzeugt von Quotenplätzen

Marie-Paule Hoffmann ist nicht überzeugt von Quotenplätzen Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Tageblatt: Im Verwaltungsrat der FLF, immerhin dem größten Sportverband des Landes, ist seit Samstag keine Frau mehr vertreten. Wie bewerten Sie diese Tatsache?

Marie-Paule Hoffmann: Ich kenne weder die FLF noch den Fußball gut. Gleiches gilt für Carine Nardecchia, ihre Agenda und ihre Arbeit im Verband. Deshalb kann und will ich mich dazu auch nicht äußern. Wenn ich aber aus den Berichten herauslese, dass die Lizenzzahlen bei den Frauen gestiegen sind, dann finde ich es bedauerlich, dass ein Sportverband ausschließlich von Männern geführt wird. Damit will ich nicht sagen, dass ein Mann einen Bereich des Frauensports nicht leiten kann oder soll. Ich denke allerdings, dass Frauen manchmal andere Blickwinkel in eine Diskussion einbringen können, die wertvoll sind und ein anderes Licht auf eine Situation werfen können.

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