Tour de France

Anti-Doping-Experte Guillaume Zekri: „Die richtigen Athleten zum richtigen Zeitpunkt kontrollieren“

Mitten in der Nacht wurden Tour-de-France-Stars zu Dopingkontrollen aus dem Schlaf gerissen. Guillaume Zekri, Head of Anti-Doping der ALIS („Agence luxembourgeoise pour l’intégrité du sport“) erklärt, warum solche Kontrollen überhaupt zulässig sind, wo ihre Grenzen liegen und weshalb sie in Luxemburg bislang noch nie notwendig waren.

Über die nächtlichen Dopingktrollen bei der Tour de France wird viel debattiert

Über die nächtlichen Dopingktrollen bei der Tour de France wird viel debattiert Foto: AFP/Anne-Christien Poujoulat

Tageblatt: Guillaume Zekri, Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar wurden während der Tour de France mitten in der Nacht kontrolliert. Warum sind solche nächtlichen Dopingkontrollen notwendig?

Guillaume Zekri: Ich möchte zunächst daran erinnern, dass die für Dopingkontrollen geltenden Regeln auf den allgemeinen Grundsätzen des Welt-Anti-Doping-Codes und der internationalen Standards beruhen. Diese Dokumente harmonisieren die Vorschriften und Verfahren weltweit. Der Kampf gegen Doping ist von zentraler Bedeutung, um die Integrität des Sports zu wahren, die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler zu schützen und Chancengleichheit im Wettbewerb sicherzustellen. Die Wirksamkeit von Dopingkontrollen beruht in hohem Maße auf ihrem unangekündigten Charakter sowie auf einer risikobasierten Auswahl und der Auswertung von Informationen.

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