Handball

Anspruchsvolle Aufgaben für Berchem, Esch und Red Boys in der zweiten Runde des European Cup

Drei luxemburgische Mannschaften, drei anspruchsvolle Gegner: Die Auslosung der zweiten Runde im European Cup hat Berchem, den Red Boys und dem HB Esch interessante, aber keineswegs einfache Aufgaben beschert.

Oskar Wener und Berchem bekommen es auch in der zweiten Runde mit einem Gegner aus Montenegro zu tun

Oskar Wener und Berchem bekommen es auch in der zweiten Runde mit einem Gegner aus Montenegro zu tun Foto: Editpress/Fernand Konnen

In der zweiten Runde des European Cup warten auf die drei luxemburgischen Vertreter anspruchsvolle Aufgaben, wie bei der Auslosung am Dienstagvormittag in Wien hervorging. Berchem bekommt es mit dem HC Lovćen Cetinje aus Montenegro zu tun, die Red Boys Differdingen treffen auf RK Gorenje Velenje aus Slowenien und der HB Esch wird Haukar aus Island gegenüberstehen. Gespielt wird am 17./18. sowie am 24./25. Oktober.

Wieder Montenegro

Für Berchem geht es damit erneut nach Montenegro. Nachdem die Mannschaft in der ersten Runde bereits Sutjeska ausschaltete, wartet mit Lovćen Cetinje nun allerdings ein deutlich namhafterer Gegner. Lovćen wurde in sieben der vergangenen acht Saisons montenegrinischer Meister und gehört damit zu den erfolgreichsten Klubs des Landes.

Auch auf die Red Boys wartet mit Gorenje Velenje ein traditionsreicher und international erfahrener Gegner. Die Slowenen spielten in den vergangenen drei Saisons in der European League, also ein Level über dem European Cup, und erreichten 2022 sogar das Viertelfinale. Kein Wunder, dass die Red Boys selbst von „einer großen europäischen Herausforderung“ schreiben. Inzwischen ist die Mannschaft allerdings deutlich jünger und dürfte nicht mehr ganz das Niveau von damals haben. In der vergangenen Saison belegte Gorenje Velenje lediglich den vierten Platz in der slowenischen Meisterschaft. Ein Duell mit einer Luxemburger Mannschaft gab es schon einmal: 1996 unterlag Standard zweimal deutlich mit 18:37 und 12:37.

An die letzte Saison anknüpfen

Der HB Esch trifft derweil auf Haukar aus Island. Der isländische Handball genießt einen guten Ruf, Haukar dürfte allerdings keine Übermannschaft sein. 2025 scheiterte der Klub im European Cup an Izvidac aus Bosnien-Herzegowina (26:33 und 27:30). Gegen denselben Gegner war letzte Saison übrigens auch der HBD ausgeschieden (29:32 und 27:29). Haukar ist damit sicherlich ein unangenehmer Gegner, aber eine lösbare Aufgabe für Esch. In der laufenden isländischen Meisterschaft steht der Klub nach drei Spieltagen an der Tabellenspitze, in der vergangenen Saison wurde er Dritter. Ein Duell mit einem Luxemburger Team liegt bereits mehr als 20 Jahre zurück: 2005 setzte sich Haukar zweimal gegen Berchem durch (33:23 und 34:25).

Für die Luxemburger Klubs bietet der zweite Durchgang zudem die Chance, an eine besondere Europapokal-Saison anzuknüpfen: In der vergangenen Spielzeit schafften es erstmals überhaupt drei Luxemburger Mannschaften in die dritte Runde des European Cup.

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