Doping
ALAD zieht Bilanz 2025: 286 Kontrollen, null Dopingfälle
Die Nationale Antidoping-Agentur (ALAD) hat am Montag ihre Bilanz des Jahres 2025 veröffentlicht. Alle durchgeführten Dopingkontrollen waren negativ, eine Herausforderung bleibt allerdings die Einhaltung des Meldesystems.
Aus der ALAD wird dieses Jahr die ALIS („Agence luxembourgeoise pour l’intégrité dans le sport“) Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Insgesamt 286 Dopingkontrollen hat die ALAD 2025 bei luxemburgischen Sportlern durchgeführt. Davon fanden 128 Tests im Rahmen von Wettkämpfen im In- und Ausland statt, weitere 158 erfolgten außerhalb des Wettbewerbs. Sämtliche Tests fielen negativ aus. Die Kontrollen umfassten 286 Urin- und 63 Blutproben. 62 Blutentnahmen erfolgten im Rahmen des biologischen Athletenpasses (ABP), der eine langfristige Überwachung physiologischer Parameter ermöglicht und potenzielle Hinweise auf den Einsatz verbotener Substanzen oder Methoden liefern kann.
Darüber hinaus hat die ALAD im vergangenen Jahr 82 Tests im Auftrag von Antidoping-Organisationen aus dem Ausland durchgeführt.
Trotz der durchweg negativen Resultate bleibt vor allem aber das Meldesystem (Whereabouts) problematisch: Sportler müssen für jeden Tag einen Ort und ein einstündiges Zeitfenster angeben, in dem sie kontrolliert werden können. Bei elf Kontrollversuchen waren Athleten aus dem „Registered Testing Pool“ nicht am angegebenen Aufenthaltsort – ein sogenanntes „no-show“. In zwei weiteren Fällen waren die Aufenthaltsdaten im System fehlerhaft oder unvollständig ausgefüllt, was als „filing failure“ gewertet wird. Drei solcher Versäumnisse innerhalb eines Jahres ziehen eine Sperre nach sich. Zur Erinnerung: 2024 waren mit Triathlet Bob Haller (ein Jahr) und Springreiterin Charlotte Bettendorf (18 Monate) zwei luxemburgische Sportler wegen drei verpasster Dopingkontrollen innerhalb eines Jahres gesperrt worden.
Prävention und Integrität
Das Jahr 2025 stand für die ALAD jedoch nicht nur im Zeichen der Kontrollen, sondern auch der Prävention. „Die Förderung eines sauberen Sports beginnt in erster Linie mit Bildung“, heißt es in der Bilanz. „Im Jahr 2025 hat die ALAD ihr Präventionsprogramm intensiviert, indem sie mit Athleten, Trainern, Verbänden sowie Bildungseinrichtungen zusammenarbeitete.“ Insgesamt wurden 39 Sensibilisierungsaktionen organisiert.
Neben Kontrollen und Präventionsarbeit bereitet die ALAD derzeit auch strukturell die Zukunft vor. Die Antidoping-Agentur wird bekanntlich in diesem Jahr zur Agentur für Integrität im Sport umgewandelt. Künftig gehören damit neben dem Doping auch die Themen Safeguarding, Gewalt und Manipulation zum Aufgabenbereich. Im Zuge dieser Neuausrichtung wird auch der Name angepasst: Aus der ALAD wird die ALIS („Agence luxembourgeoise pour l’intégrité dans le sport“).
286
Dopingkontrollen hat die ALAD 2025 durchgeführt
RTP und TP
Luxemburgs Top-Athleten sind bei der ALAD in zwei verschiedene Zielgruppen eingeteilt, die die sportlichen Leistungen berücksichtigen. Sportler aus dem „Registered Testing Pool“ (RTP) müssen im Hinblick auf unangekündigte Kontrollen außerhalb des Wettkampfs präzise und aktuelle Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen und ein einstündiges Zeitfenster pro Tag angeben, in dem sie kontrolliert werden können. Sportler, die der zweiten Zielgruppe, dem „Testing Pool“ (TP), angehören, sind dagegen nur dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl von Angaben zu ihrem Aufenthaltsort zu machen.