Handball

4 Sekunden, 197 Tore und 165 Tage: Die Saison 2025/26 in Zahlen

Die Handball-Meisterschaft 2025/26 ist seit Samstagabend in den Geschichtsbüchern. Sieben interessante Zahlen zeigen, was diese Saison ausgemacht hat.

Raphael Guden jubelt nach seinem Tor, bester Torschütze der Saison im Fußballspiel

Raphael Guden erzielte die meisten Tore in dieser Saison Foto: Editpress/Fernand Konnen

165 Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen den HC Berchem übernahmen die Red Boys am 10. Dezember 2025 die alleinige Tabellenführung der AXA League – und blickten danach nicht mehr zurück. Ganze 165 Tage lang thronte Differdingen bis zum letzten Spieltag an der Tabellenspitze. Mit fünf Punkten Vorsprung hatten sie sich bereits vorzeitig zum Meister gekürt. Die Red Boys überzeugten vor allem mit einer beeindruckenden Konstanz. Insgesamt feierte die Mannschaft von Trainer Marc Breser in dieser Saison 19 Siege und drei Unentschieden. Lediglich gegen Berchem musste sich der neue und alte Meister in der Titelgruppe zweimal geschlagen geben.

197 Raphael Guden vom HC Berchem hat sich die Torjägerkrone der Saison 2025/26 gesichert. Der Nationalspieler erzielte bereits in der Qualifikationsrunde starke 113 Treffer und legte in der Titelgruppe weitere 84 nach. Am Ende steht Guden damit bei herausragenden 197 Saisontoren. Seinen ersten Verfolger, Itua Etute (HB Düdelingen), distanzierte er um 17 Treffer. Etute beendete die Saison mit insgesamt 180 Toren. Rang drei der Torjägerliste geht an Ognjen Jokic vom HB Käerjeng, der auf 143 Treffer kommt.

Red Boys Fußballmannschaft an 164 Tagen ununterbrochen Tabellenführer der Liga

Die Red Boys standen während 164 Tagen alleine an der Tabellenspitze Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

388:298 Die Offensivkraft des HB Düdelingen und die Defensivstärke der Red Boys – eine Kombination aus beiden Qualitäten würde die Idealbilanz der Titelgruppe ergeben. Während der HBD mit 388 Treffern den treffsichersten Angriff der Liga stellt, folgen die Differdinger mit 357 erzielten Toren in den zehn Spielen der Titelgruppe auf Rang zwei. Die Red Boys hingegen legten den Grundstein für ihren Titelgewinn vor allem in der Defensive. Mit lediglich 298 kassierten Gegentoren verfügen sie über die beste Abwehr der Titelgruppe. Als einziges Team blieben sie unter der Marke von 300 Gegentoren – im Schnitt also unter 30 Gegentreffern pro Partie. Der Tabellenzweite HB Düdelingen folgt in dieser Wertung mit 324 Gegentoren hinter den Red Boys und Berchem, das auf 310 kassierte Treffer kommt, auf Rang drei.

191 So oft hoben die Schiedsrichter in den Titel-Play-offs den Arm und zeigten gleichzeitig Zeige- und Mittelfinger. 191 Zweiminutenstrafen wurden an den zehn Spieltagen verteilt. Besonders häufig erwischte es Haris Hodzic vom HB Käerjeng, der gleich zwölfmal auf die Strafbank musste. Dahinter folgen Miha Pucnik, Morgan Kermel (beide Standard) und Slobodan Ervacanin (Berchem) mit jeweils acht Zweiminutenstrafen. Kermel teilt sich zudem mit Teamkollege Milasin Trivic den unrühmlichen Spitzenplatz bei den Disqualifikationen: Beide sahen zweimal Rot. Insgesamt wurde die Rote Karte in der Titelgruppe 16 Mal gezeigt.

Fränky Hippert (HBD) beim präzisen Vier-Sekunden-Freiwurf im Basketballspiel

Der Vier-Sekunden-Freiwurf von Fränky Hippert (HBD) Foto: Editpress/Fernand Konnen

4 Es war vermutlich der kürzeste Handball-Abend der luxemburgischen Handball-Geschichte. Nur vier Sekunden vergingen am 4. Februar vom Anpfiff der Schiedsrichter bis zum Abpfiff. Die Rede ist von der Wiederholung des Freiwurfs zwischen dem HB Düdelingen und HB Esch. Nach einer monatelangen Affäre zwischen beiden Klubs, die bis vor die CLAS (Commission luxembourgeoise d’arbitrage pour le sport) ging, wurde einzig der Freiwurf im Zentrum des Disputs wiederholt. Am 4. Februar versuchte Fränky Hippert sein Glück, scheiterte jedoch an der Escher Abwehrmauer. Damit blieb es bei der 29:30-Niederlage des HBD.

10 Die Espérance Rümelingen hat in der Relegation ein seltenes Kunststück vollbracht: Zehn Siege in ebenso vielen Spielen. Die Mannschaft von Trainer Yves Braconnier spielte eine perfekte Hin- und Rückrunde und sicherte sich damit souverän ihr Ticket für die AXA League der kommenden Saison. Hinter den Rümelingern qualifizierte sich auch CHEV Diekirch.

2 Im nationalen Damenhandball war es die spannendste Saison seit Jahren. Käerjeng, Düdelingen, Museldall und die Red Boys gingen punktgleich in die Play-offs – ein Vierkampf um den Titel schien eröffnet. Doch am Ende lief alles wieder auf den bekannten Zweikampf der vergangenen Jahre hinaus. Die Titel teilten Käerjeng und Düdelingen unter sich auf: Während Käerjeng Supercup und Pokal gewann, sicherten sich die Düdelingerinnen die Meisterschaft.

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