Radsport
15. Etappe: Pogacar siegt am Grand Colombier, Bernal bricht ein und Jungels stürzt
Soren Kragh Andersen (Sunweb) und Tadej Pogacar (UAE) heißen die Gewinner der Etappen am Wochenende. Während sich nach der 14. Etappe am Samstag nichts im Gesamtklassement veränderte, konnten sich die beiden Slowenen Pogacar und der Träger des gelben Trikots, Primoz Roglic (Jumbo-Visma), gestern am Grand Colombier absetzen. Für den Vorjahressieger Egan Bernal (Ineos) ist der Gesamtsieg in weite Ferne gerückt. Der Kolumbianer brach auf der 15. Etappe ein.
Slowenisches Duell: Tadej Pogacar (UAE) konnte sich gestern am Grand Colombier gegen Primoz Roglic (Jumbo-Visma) durchsetzen Foto: AFP/Thibault Camus
Wie erwartet zog Bora-hansgrohe ein hohes Tempo auf der 14. Etappe der diesjährigen Tour de France an. Die deutsche Mannschaft hatte am Samstag das Ziel, die Sprinter auf den Anstiegen abzuhängen, um die Chancen auf einen Etappensieg für Peter Sagan zu erhöhen. Am Col du Béal (11,9 Kilometer Länge bei 5,3% Steigung) versammelte sich vorne Bora-hansgrohe, hinten Deceuninck-Quick Step. Sam Bennett hatte Schwierigkeiten, das Tempo mitzugehen, und musste kurz vor dem Gipfel abreißen lassen. „Wir wussten, dass Bora was versuchen würde“, erklärte Bob Jungels. „Aber der Rhythmus am Col du Béal war so hoch, dass sie mehr Fahrer als nur die Sprinter abhängten.“ 45 Sekunden hatte Bennett Rückstand auf das Peloton, für Bora-hansgrohe ging es nun darum, ihn auf den restlichen 125 Kilometern nicht mehr rankommen zu lassen. 77 Kilometer vor dem Ziel resignierte der Ire: Bennett klopfte Tim Declerq auf die Schulter und bedankte sich für seine Arbeit.