Kongress

„déi Lénk“ plant Ausstieg aus dem Kapitalismus

Nach drei ernüchternden Wahljahren wollte sich „déi Lénk“ als einzig wahre sozialökologische Partei neu aufstellen. Corona machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint die Partei nun ihren Krisenkurs gefunden zu haben. In den kommenden Monaten will sie eine Strategie für den Ausstieg aus dem Kapitalismus ausarbeiten. Nur mit einem anderen Wirtschaftsmodell sei eine gerechte und nachhaltige Welt vorstellbar, hieß es auf dem Nationalkongress am Sonntag.

Co-Sprecherin Carole Thoma leitet die Partei seit 2015 gemeinsam mit Gary Diderich

Co-Sprecherin Carole Thoma leitet die Partei seit 2015 gemeinsam mit Gary Diderich Fotos: Editpress/Tania Feller

Am Sonntag beging „déi Lénk“ ihren ersten ordentlichen Parteikongress nach einem dreijährigen Wahlmarathon. Wegen der Corona-Krise hatten die Verantwortlichen im März beschlossen, die Tagung in den September zu verlegen. Rund 50 Mitglieder waren unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen beim „Hybridkongress“ im Artikuss in Zolwer anwesend, rund ein Dutzend verfolgte das Geschehen am Sonntag per Videokonferenz. Auf eine Bilanz verzichtete die Partei, deren Resultate sowohl bei den Nationalwahlen 2018 als auch bei den Europawahlen 2019 stagnierten. Lediglich bei den Kommunalwahlen 2017 hatte „déi Lénk“ in Sanem einen Sitz hinzugewonnen. Es mag einer der Gründe gewesen sein, weshalb die Partei ihren Kongress nun ausgerechnet in dieser Gemeinde abhielt.

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