Das Personal hat genug
Was läuft im Luxemburger Umweltministerium schief?
Im Umweltministerium hängt der Haussegen schief – das geht jedenfalls aus Gesprächen zwischen Betroffenen und dem Tageblatt hervor. Interne Personalbefragungen ergeben ein ähnliches Bild. Was weiß der Minister Serge Wilmes? Und wie reagiert die Pressestelle auf die Vorwürfe?
Wie reagiert Serge Wilmes (CSV), Umweltminister und Minister für den öffentlichen Dienst, auf die Kritik an den Arbeitsbedingungen in seinem Ministerium? Foto: Editpress/Julien Garroy
„Wir haben es satt.“ Die Aussage fällt in Gesprächen über die Arbeitsbedingungen im Umweltministerium, die das Tageblatt mit Betroffenen führte. Bei manchen Mitarbeitenden sitzt der Frust seit dem Regierungswechsel tief. 2024 zeigte eine erste interne Befragung: Rund 22 Prozent der Belegschaft waren unglücklich. Ein Jahr später folgte eine zweite Erhebung – diesmal im Rahmen der „Actions positives“ des Ministeriums für Gleichstellung und Diversität (MEGA). Befragt wurden auch die Beschäftigten des Umweltamts, der Naturverwaltung und des Wasserwirtschaftsamts. Administrationen, die zum Umweltministerium gehören. Das Ergebnis fiel deutlich besser aus. Nur elf Prozent gaben an, im Job unzufrieden zu sein, so die Pressestelle des Ministeriums.