Bezirksgericht

Untersuchungsrichter wirft vorsitzendem Richter Befangenheit vor

Ein nicht alltäglicher Prozess zwischen einem Anwalt und einem Untersuchungsrichter wurde am Donnerstag noch ungewöhnlicher: Nach den abschließenden Ausführungen seines Anwalts erhob sich das eigentliche Opfer und warf dem vorsitzenden Richter Befangenheit vor. Daraufhin musste die Sitzung unterbrochen werden. Nun liegt der Ball beim Präsidenten des Bezirksgerichts.

Das gibt es auch nicht alle Tage: Ein Bezirksrichter wird von einem Untersuchungsrichter der Befangenheit bezichtigt

Das gibt es auch nicht alle Tage: Ein Bezirksrichter wird von einem Untersuchungsrichter der Befangenheit bezichtigt Foto: Editpress/Alain Rischard

Ungewöhnlich sind die Umstände allemal: Ein Anwalt muss sich vor dem Bezirksgericht Luxemburg verantworten, weil er versucht haben soll, einen Untersuchungsrichter zu beeinflussen. Letzterer fühlt sich in seiner Unabhängigkeit beeinträchtigt und in seiner Ehre verletzt, während der Anwalt einen gefährlichen Präzedenzfall wittert. Schließlich habe er nur seine Arbeit getan und sich für einen Mandanten eingesetzt. Unterstützt wird er dabei vom „Conseil de l’ordre des avocats“ und zahlreichen Anwaltskollegen, die ihren Unmut in den geheiligten Hallen der Justiz mitunter lautstark kundtun.

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